01. Juli 2026
Phiona über Vielfalt und Netzwerke
Phiona, wir sprechen heute zum Thema Gender bei Evonik. Lass uns mit dem Männer-Frauenanteil beginnen. Wo stehen wir da zahlenmäßig?
Noch ist der Anteil männlicher Mitarbeiter bei Evonik höher - gleichzeitig sehen wir in den letzten Jahren eine klare positive Entwicklung hin zu mehr weiblichen Kolleginnen. Uns ist aber auch bewusst, dass Gender nicht nur binär zu sehen ist, und dass wir auch trans- und nichtbinäre Kollegen und Kolleginnen haben, deren Identität wir respektieren und aktiv berücksichtigen.
Aktuell liegt der Frauenanteil aktuell im obersten Management bei 21 Prozent, im mittleren bei 22 Prozent und im unteren Management bei 32 Prozent. Die Tendenz geht also in die richtige Richtung, wenn auch die Evonik Diversity Ziele im Bereich Gender - je nach Ebene - bei 25 bis 30 Prozent liegen. Ausführliche Infos dazu findet man in unserem Nachhaltigkeitsbericht, lesen lohnt sich!
Mitarbeiternetzwerke im Unternehmen spielen eine wichtige Rolle, um den Blick zum Thema Gender zu verbreitern. Erzähle uns dazu mehr!
Mitarbeiternetzwerke spielen eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, Vielfalt im Unternehmen sichtbar und erlebbar zu machen.
Diese Netzwerke - von Mitarbeitenden für Mitarbeitende organisiert, meist ehrenamtlich - informieren, vernetzen und unterstützen.
Beispiele sind u.a. EQuALS (Evonik Queer Alliance for Learning & Support), das Frauennetzwerk groW, oder weitere speziell in USA aktive Netzwerke wie u.a. BUILD (Blacks United In Leadership & Development) oder ASPIRE (Asian Pacific Islanders Represent at Evonik).
Sie bieten ein breites Spektrum an Formaten: von Mitmach-Aktionen, Lernstunden und Mentoring über Expert Talks bis hin zu Speed-Networking - sowohl vor Ort als auch digital. Rund 10% der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter folgen oder engagieren sich bereits aktiv in den Mitarbeiternetzwerken. Gleichzeitig wird Vielfalt auch strukturell verankert - etwa im Onboarding oder durch gezielte Trainings für Führungskräfte, in der Produktion oder für Auszubildende.
Daneben gibt es auch noch unsere Sozialberatungen in Deutschland die vertraulich unterstützen, wenn Kolleginnen und Kollegen konkrete Unterstützung oder Rat brauchen wie beispielsweise bei einer geschlechtlichen Transition. Viele dieser Aktivitäten sind nicht immer sichtbar oder messbar, prägen aber unser tägliches Miteinander im Konzern nachhaltig.
Welche Wirkung haben die Aktivitäten rund um das Thema Vielfalt?
Die wichtigste Wirkung ist ein klares Signal: Du bist nicht allein.
Mitarbeitende erleben, dass ihr Arbeitgeber und die Kollegen sie unterstützen - auch bei persönlichen Themen oder Unsicherheiten. Das schafft Vertrauen und entlastet spürbar. Oft sind es kleine Impulse, die in Summe eine große Wirkung entfalten: Menschen können ihre Persönlichkeit einbringen, fühlen sich gesehen und gehört - und genau das steigert Motivation und Leistungsfähigkeit.
Phiona, was bedeutet es für dich, dass das Thema Vielfalt einen festen Platz bei deinem Arbeitgeber hat?
Vielfalt und Diversität sind für mich nichts Abstraktes, sondern fester Bestandteil meines Arbeitsalltags. Sie wirken oft im Hintergrund, tragen aber maßgeblich dazu bei, unser Unternehmen und jeden Einzelnen voranzubringen - ganz im Sinne unseres Leitsatzes Leading Beyond Chemistry.
Besonders schätze ich die interdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit. Ich arbeite täglich mit Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichsten kulturellen und fachlichen Hintergründen zusammen - das erweitert Perspektiven, fördert Innovation und macht die Arbeit unglaublich spannend.
Ein weiterer Punkt, der für mich zentral ist: Ich habe bei Evonik als Frau stets ein sehr wertschätzendes und respektvolles Arbeitsumfeld erlebt. Nicht Geschlecht oder mögliche Biases stehen im Fokus, sondern Leistung, Teamwork, gegenseitige Unterstützung und Respekt.
Damit das so bleibt und auch andere die gleichen positiven Erfahrungen machen können, engagiere ich mich zusätzlich ehrenamtlich im Mitarbeiternetzwerk EQuALS. Für mich ist Vielfalt nicht nur gelebte Realität im Job, sondern auch ein persönliches Anliegen, das ich aktiv mitgestalten möchte.