Antwerpen. Evonik hat am Standort Antwerpen, Belgien, ein neues 150‑Kilovolt‑Hochspannungsumspannwerk in Betrieb genommen. Es ersetzt den bisherigen 36‑Kilovolt‑Anschluss und erhöht die verfügbare Leistung erheblich. Die Investition stärkt den Industriestandort Antwerpen und bietet Evonik die Möglichkeit für weitere nachhaltige Projekte und künftiges Wachstum.
Das Umspannwerk ist ein zentraler Baustein für die fortschreitende Elektrifizierung industrieller Prozesse und unterstützt die belgischen und europäischen Klimaziele. Durch die höhere Anschlussleistung kann Evonik zusätzliche elektrische Verbraucher integrieren und den Einsatz fossiler Energieträger schrittweise reduzieren. Dadurch lassen sich elektrifizierte Prozesse wirtschaftlicher betreiben und CO₂‑Reduktionsprojekte umsetzen.
„Eine zuverlässige und leistungsfähige Stromversorgung ist für die Industrie in Belgien von zentraler Bedeutung“, sagte Thomas Wessel, Personalvorstand und Arbeitsdirektor von Evonik und im Vorstand zuständig für Nachhaltigkeit. „Mit dem neuen Hochspannungsanschluss verbinden wir industrielle Transformation und Klimaschutz.“
Realisiert wurde das Projekt in enger Zusammenarbeit mit dem belgischen Übertragungsnetzbetreiber Elia. Heiko Mennerich, Leiter NextGen Technologies von Evonik, betonte: „Die enge Zusammenarbeit zwischen den Teams in Antwerpen, unseren Kolleginnen und Kollegen in Deutschland sowie Partnern wie Elia ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir als Konzern Projekte überregional abwickeln und eine moderne, nachhaltige und widerstandsfähige Energieversorgung aufbauen.“
Das Projekt ist der jüngste Baustein eines mehrjährigen Programms zur umfassenden Modernisierung der Stromverteilung am Standort. „Durch das neue Umspannwerk gewinnen wir die notwendige Flexibilität, um verstärkt auf neue Technologien wie Wärmepumpen und energieeffiziente Systeme zu setzen“, erklärte Lieve De Bock, Produktionskoordinatorin von Evonik in Antwerpen.
Technisch besteht die neue Anlage aus zwei rund 150 Tonnen schweren Transformatoren sowie sechs Kabelverbindungen mit einer Länge von jeweils etwa einem Kilometer. Die Leitungen wurden gemeinsam mit dem Netzbetreiber Elia und weiteren Firmen, teils unterirdisch entlang der Schelde bis zum neuen Umspannwerk, verlegt. Die Bauarbeiten erfolgten bei laufendem Produktionsbetrieb.
„Mit diesem Projekt leisten wir gemeinsam einen Beitrag zur Stärkung des belgischen Industrie‑ und Energiestandorts“, sagte James Matthys‑Donnadieu, Chief Customers, Markets & System Officer von Elia Transmission Belgium. „Der Kabelbau für Evonik ist ein Beispiel dafür, wie moderne Netzanbindungen industrielle Entwicklung und Energiewende zugleich unterstützen können.“