Essen. Evonik setzt Maßstäbe bei der Erfüllung regulatorischer Anforderungen und in der Nachhaltigkeit der Lack- und Druckfarbenindustrie. Durch kontinuierliche Optimierung der Produktionsprozesse und den Einsatz hochwertiger Rohstoffe stellt Evonik eine hohe Reinheit seiner siloxanbasierten Additive für Beschichtungen und Druckfarben sicher – belegt durch umfangreiche analytische Prüfungen.
Mehr als 95 Prozent des aktiven siloxanbasierten Additivportfolios weisen einen SVHC-Gehalt (Substances of Very High Concern) von unter 0,1 Prozent auf und bleiben damit für den Einsatz in Farben und Lacken mit Ecolabel-Zertifizierung geeignet.
Aufgrund aktueller regulatorischer Entwicklungen in der Europäischen Union (EU) wurden einige niedermolekulare Siloxane als SVHC eingestuft, da sie die REACH-Kriterien für Persistenz und Bioakkumulation erfüllen. Zudem erfordern die neuen EU-Gefahrenklassen PBT (persistent, bioakkumulierend und toxisch) sowie vPvB (sehr persistent und sehr bioakkumulierend), dass Produkte entsprechend eingestuft und gekennzeichnet werden, wenn diese Stoffe in Konzentrationen von 0,1 % oder mehr enthalten sind.
Diese linearen und zyklischen Siloxane sind typische Verunreinigungen vieler Siloxane. Durch eine gezielte Auswahl der Rohstoffe sowie optimierte Herstellprozesse lassen sich ihre Gehalte jedoch deutlich reduzieren.
Kundenorientiert und zukunftssicher
Durch den neuen Ansatz stellt Evonik sicher, dass diese Stoffe in mehr als 95 Prozent des aktiven siloxanbasierten Additivportfolios entweder nicht enthalten sind oder nur in sehr geringen Konzentrationen vorkommen. Damit können Kunden siloxanbasierte TEGO®-Typen weiterhin ohne Umformulierungen oder den Wechsel zu kostenintensiven „gereinigten“ Alternativen einsetzen. Dies gewährleistet regulatorische Sicherheit, gleichbleibende Leistungsfähigkeit und eine verlässliche Produktversorgung.
„Unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass wir regulatorische Entwicklungen frühzeitig im Blick haben und Lösungen bieten, die Sicherheit und Leistung gleichermaßen gewährleisten“, sagt Kristina Meier, Global Head of Product Line Silicone & Acetylenics bei Evonik Coating Additives. „Das unterstreicht unseren Anspruch, Nachhaltigkeit und regulatorische Exzellenz weiter voranzubringen und unseren Kunden und Partnern die tägliche Arbeit zu erleichtern.“
Aktuelle Sicherheitsdatenblätter sowie weitere regulatorische Informationen stehen unter www.coatino.com zur Verfügung.
Evonik Coating Additives bietet ein breites Portfolio an Lösungen für Farben, Lacke und Druckfarben. Dieses umfasst Additive für wasserbasierte, strahlenhärtende und lösemittelhaltige Systeme ebenso wie für Inkjet- und Druckanwendungen.
Hintergrund: Neue ECHA-Einstufung
Im Zuge der jüngsten Überarbeitung der CLP-Verordnung wurden mit den Gefahrenklassen vPvB (sehr persistent, sehr bioakkumulativ) und PBT (persisten, bioakkumulativ und toxisch) neue Einstufungen in der EU eingeführt. Seit Mai 2025 gelten entsprechende Kennzeichnungspflichten für Stoffe, ab Mai 2026 auch für Gemische: Produkte, die jeweils mehr als 0,1 Prozent an Stoffen enthalten, die als vPvB und/oder PBT eingestuft sind, müssen entsprechend als vPvB (EUH441) und/oder PBT (EUH440) klassifiziert und gekennzeichnet werden.
Während die zyklischen Siloxane D4, D5 und D6 bereits seit 2018 aufgrund ihrer vPvB- und PBT-Eigenschaften als SVHC gelistet sind, hat die ECHA ihre Kandidatenliste kürzlich um kurzkettige lineare und verzweigte Siloxane erweitert. Dazu zählen:
- L3 (Octamethyltrisiloxan, CAS 107-51-7)
- L4 (Decamethyltetrasiloxan, CAS 141-62-8)
- M3T (1,1,1,3,5,5,5-Heptamethyl-3-[(trimethylsilyl)oxy]trisiloxan, CAS 17928-28-89)
Diese Stoffe wurden aufgrund ihrer vPvB-Eigenschaften in die Kandidatenliste besonders besorgniserregender Stoffe (SVHC) aufgenommen.
Nachgewiesene Konformität durch umfassende Analytik
Analytische Untersuchungen von Evonik zeigen, dass mehr als 95 Prozent des aktiven TEGO® Siloxan-Additivportfolios keine Gehalte der nachfolgend genannten SVHC-Stoffe aufweisen, die eine Einstufung als vPvB und/oder PBT auslösen würden: