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14. September 2026

Evonik erweitert Biotechnologie-Kapazitäten in der Slowakei

  • Baubeginn eines 80-Millionen-Euro-Projekts zur Auftragsfertigung pharmazeutischer Zwischenprodukte
  • Technologie-Plattform für Präzisionsfermentation für eine nachhaltige industrielle Herstellung wird gestärkt
  • Projekt soll Anfang 2028 abgeschlossen sein und schafft 50 neue Arbeitsplätze in Slovenská Ľupča

Evonik beginnt mit den Bauarbeiten für ein neues Biotechnologie-Erweiterungsprojekt am Standort in Slovenská Ľupča in der Slowakei. Der Schritt ist ein wichtiger Meilenstein für die rund 80 Millionen Euro umfassende Investition, mit der das Unternehmen seine Biotechnologiekompetenzen ausbaut. Zugleich wird das Serviceangebot als Auftragsfertiger im Geschäft mit pharmazeutischen Wirkstoffen gestärkt. Die Fertigstellung des Projekts wird für Anfang 2028 erwartet.

Die Investition umfasst modernste Downstream-Fermentationstechnologie am Standort, die die Kapazitäten für die Entwicklung und Herstellung komplexer pharmazeutischer Zwischenprodukte erweitern wird. Evonik schafft mit dem Ausbau etwa 50 neue Arbeitsplätze und stärkt damit weiter den Standort in der Slowakei als eines der zentralen Biotechnologiezentren des Konzerns.

Von links nach rechts: Heiko Mennerich (Head of Next Generation Technologies at Evonik); Marco Trisciuzzi (Managing Director of the German-Slovak Chamber of Commerce); Guido Skudlarek (Head of Evonik Health Care Business Line); Lauren Kjeldsen (Member of the Executive Board of Evonik and Chief Operating Officer Custom Solutions); Ondrej Lunter (Regional President of the Banská Bystrica Self-Governing Region); Miroslav Havlik (General Manager of Evonik Fermas s.r.o.); Roland Lamper (Mayor of Slovenská Ľupča)

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Nachhaltige Herstellung von komplexen Molekülen

„Heute gehen wir einen wichtigen Schritt auf unserem strategischen Weg, unsere Biotechnologieplattform auszubauen und unsere Kunden mit innovativen, skalierbaren und nachhaltigen Produktionslösungen zu unterstützen“, sagte Lauren Kjeldsen, Mitglied des Evonik-Vorstands und Chief Operating Officer im Segment Custom Solutions, zu dem das Geschäft gehört. „Die Biotechnologie zeigt, wie wirtschaftliches Wachstum und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können.“

Biotechnologie spielt eine zunehmend wichtige Rolle in der pharmazeutischen Produktion. Denn sie ermöglicht die Herstellung komplexer Moleküle mit Hilfe fortschrittlicher Fermentationsprozesse. Im Vergleich zur herkömmlichen chemischen Synthese bieten fermentationsbasierte Verfahren oft eine nachhaltigere Alternative für ausgewählte Zwischenprodukte, da sie den Bedarf an organischen Lösungsmitteln reduzieren und prozessbedingte Abfälle minimieren. Der Standort Slovenská Ľupča wird bereits vollständig mit grüner Energie betrieben und nutzt in einigen Produktionsprozessen erneuerbare und als nachhaltig zertifizierte Rohstoffe.

„Diese Investition zeigt das Vertrauen des Konzerns in die Biotechnologie und in die Slowakei als Standort, an dem Innovationen in industrielle Produkte im großen Maßstab umgesetzt werden“, sagte Miroslav Havlik, Geschäftsführer von Evonik Fermas.

Zweite Großinvestition in den letzten Jahren

Die Erweiterung knüpft an mehr als drei Jahrzehnte Fermentationskompetenz bei der slowakischen Tochterfirma Evonik Fermas an. Der Standort, der 1992 gegründet wurde, hat sich von der Aminosäureproduktion zu einem Biotechnologie-Produzenten entwickelt, der die Pharma-, Kosmetik-, Ernährungs- und Spezialchemieindustrie bedient. In den vergangenen Jahren wurde Slovenská Ľupča zu einem Schlüsselstandort für die Biotechnologieaktivitäten von Evonik, an dem die weltweit erste industrielle Produktionsanlage für Biotenside auf Basis von Rhamnolipiden entstand. Darüber hinaus pflegt der Standort enge Beziehungen zu lokalen Universitäten, um ein starkes Netzwerk qualifizierter Ingenieure zu sichern und ein agiles Ökosystem für Innovationen zu unterstützen.

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Slovenska Lupca
Spinnenprotein
Slovenská Ľupča
Spinnenprotein
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Evonik: Leading beyond chemistry

Evonik geht mit der Verbindung aus Innovationsstärke und führender Technologiekompetenz über die Grenzen der Chemie hinaus. Das in mehr als 100 Ländern aktive Chemieunternehmen mit Sitz in Essen erwirtschaftete im Jahr 2025 einen Umsatz von 14,1 Milliarden € sowie ein Ergebnis (bereinigtes EBITDA) von 1,9 Milliarden €. Der gemeinsame Antrieb der rund 31.000 Mitarbeiter: mit maßgeschneiderten Produkten und Lösungen als Superkraft für die Industrie den Kunden den entscheidenden Wettbewerbsvorteil zu verschaffen - und dadurch das Leben der Menschen zu verbessern. In allen Märkten. Jeden Tag.

Über Custom Solutions

Das Segment Custom Solutions konzentriert sich auf innovationsgetriebene, maßgeschneiderte Lösungen für Kunden in spezifischen Wachstumsmärkten. Dazu gehören Additive für Beschichtungen, Kleb- und Dichtstoffe, Polyurethanschaum- und Schmierstoffe, Katalysatoren sowie Inhaltsstoffe für die Kosmetik-, Reinigungs- und Pharmaindustrie. Das Segment erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 mit rund 9.500 Mitarbeitern einen Umsatz von 5,4 Mrd. €. 

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