11/05/2026

Wo Zukunft wächst: Evonik entwickelt Biotechnologie in Hanau

  • Mikroorganismen für industrielle Produktion nutzen
  • Produkte umweltfreundlicher herstellen
  • Biotech Hub als wichtiger Motor für Innovation

Hanau. Wie können Produkte für Ernährung, Gesundheit oder Kosmetik nachhaltiger hergestellt werden? Eine wichtige Antwort darauf liefert die Biotechnologie. Im Biotech Hub von Evonik arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler daran, die Fähigkeiten von Mikroorganismen für die industrielle Produktion zu nutzen. Mikroorganismen sind winzige Lebewesen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. Sie können bestimmte Stoffe auf natürliche Weise herstellen, die sonst oft aufwendig produziert werden müssten.

Von der Natur lernen

Im Biotech Hub entwickelt Evonik Verfahren, bei denen Mikroorganismen als „kleine biologische Fabriken" eingesetzt werden. Sie produzieren beispielsweise wertvolle Inhaltsstoffe für Tierernährung, Lebensmittel, Kosmetik oder die Pharmaindustrie.

Das Ziel: Rohstoffe effizienter nutzen, natürliche Prozesse einsetzen und Produkte umweltfreundlicher herstellen.

„Wir verbinden die Welt der Biologie mit der Welt der industriellen Produktion. Dadurch können wir neue Ideen schnell in die Praxis umsetzen", erklärt Wilfried Blümke aus dem Bereich Forschung, Entwicklung und Innovation (RD&I) bei Evonik.

Hanau spielt eine Schlüsselrolle

Der Standort Hanau ist dabei für Evonik besonders wichtig. Hier arbeiten Biotechnologie-Experten eng mit Fachleuten aus der Verfahrenstechnik zusammen. Gemeinsam entwickeln sie neue Produktionsverfahren und testen diese in modernen Technikumsanlagen unter realistischen Bedingungen.

Dieser enge Austausch sorgt dafür, dass neue Ideen nicht im Labor bleiben, sondern im industriellen Maßstab umgesetzt werden können.

Biotechnologie ist bei Evonik schon heute erfolgreich

 

Biotechnologie ist für Evonik kein Zukunftstraum, sondern bereits Teil des täglichen Geschäfts.

Beispiele sind:

  • Aminosäuren für die Tierernährung: Sie helfen dabei, Tiere bedarfsgerecht zu ernähren und Ressourcen effizient einzusetzen.
  • Omega-3-Öle aus Algen: Im Unternehmen Veramaris produziert Evonik wichtige Nährstoffe für die Aquakultur. Dadurch werden Fischbestände geschont, weil weniger Fischöl benötigt wird.
  • Probiotika für die Tierhaltung: Diese unterstützen die Darmgesundheit von Tieren und können so zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft beitragen.
  • Biobasierte Inhaltsstoffe für Kosmetikprodukte: Sie kommen beispielsweise in Hautpflege- oder Körperpflegeprodukten zum Einsatz.
  • Biotenside auf Basis von Rhamnolipiden: Das sind biologisch hergestellte Wasch- und Reinigungssubstanzen, die künftig in vielen Anwendungen herkömmliche Tenside ergänzen oder ersetzen können.

Investition in die Zukunft der Region

Für Evonik ist der Biotech Hub ein wichtiger Motor für Innovationen. Hier entstehen neue Technologien und Produkte, die das Unternehmen fit für die Zukunft machen. Gleichzeitig stärkt der Standort Hanau seine Rolle als bedeutendes Zentrum für Forschung, Entwicklung und nachhaltige Produktion.

So wächst in Hanau nicht nur Wissen, sondern auch die Grundlage für Produkte, die das Leben vieler Menschen künftig nachhaltiger und besser machen können.

Edgar Propenauer, Chemielaborant im Technikum des Biotech Hubs, kontrolliert den Füllstand des Fermentationsfiltrats.                         Foto: Evonik Industries

Alternativbild

Evonik: Leading beyond chemistry

Evonik geht mit der Verbindung aus Innovationsstärke und führender Technologiekompetenz über die Grenzen der Chemie hinaus. Das in mehr als 100 Ländern aktive Chemieunternehmen mit Sitz in Essen erwirtschaftete im Jahr 2025 einen Umsatz von 14,1 Milliarden € sowie ein Ergebnis (bereinigtes EBITDA) von 1,9 Milliarden €. Der gemeinsame Antrieb der rund 31.000 Mitarbeiter: mit maßgeschneiderten Produkten und Lösungen als Superkraft für die Industrie den Kunden den entscheidenden Wettbewerbsvorteil zu verschaffen - und dadurch das Leben der Menschen zu verbessern. In allen Märkten. Jeden Tag.

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