08. Juli 2026
Imke: Sprachbarriere ist kein Hindernis
Warum ist die Verknüpfung von Theorie und Praxis bei business@school für dich besonders wertvoll?
Die Kombination aus Theorie und praktischer Anwendung im Programm business@school ist aus meiner Sicht besonders wertvoll, weil Wissen nicht nur vermittelt, sondern direkt erlebbar gemacht wird. Inhalte, die man sonst eher abstrakt aus Schule oder Studium kennt, können hier unmittelbar angewendet werden. Genau dieser Praxisbezug kommt im klassischen Unterricht oft zu kurz.
Zudem bietet die Bildungsinitiative eine wichtige Alternative, insbesondere für Schülerinnen und Schüler, die keinen einfachen Zugang zu Praktikumsplätzen haben - beispielsweise aufgrund von Sprachbarrieren. business@school schafft hier einen Raum, in dem sie trotzdem wirtschaftliche Zusammenhänge verstehen, ausprobieren und weiterentwickeln können. Dadurch entsteht ein sehr greifbarer und motivierender Zugang zu wirtschaftlichen Themen.
Wie wird die Zusammenarbeit durch die Sprachbarriere beeinflusst?
Die Zusammenarbeit wird durch die Sprachbarriere zwar beeinflusst, aber nicht unbedingt negativ! Sie führt dazu, dass man bewusster kommuniziert: einfacher, klarer und strukturierter. Man nimmt sich mehr Zeit, erklärt Dinge verständlicher und achtet stärker darauf, ob Inhalte wirklich ankommen.
Gleichzeitig ist es sehr beeindruckend zu sehen, mit welcher Motivation und Lernbereitschaft die Schülerinnen und Schüler dabei sind. Viele sind noch nicht lange in Deutschland und sprechen trotzdem schon gutes Deutsch. Sie schätzen die Möglichkeit zu lernen enorm. Das führt auch dazu, dass man selbst einen Schritt zurücknimmt und die eigenen Kommunikationsgewohnheiten reflektiert. Ich nehme daraus mit, wie wichtig einfache und zugängliche Sprache ist - nicht nur im Projekt, sondern auch im Arbeitsalltag.
Würdest du deinen Kolleginnen und Kollegen empfehlen sich bei business@school zu engagieren?
Ich würde anderen Coaches auf jeden Fall empfehlen, sich bei business@school zu engagieren. Mein wichtigster Tipp ist: einfach ausprobieren. Man kann kaum etwas falsch machen. Die Schülerinnen und Schüler freuen sich bereits über einen Zeitplan und Feedback - es geht weniger darum, perfekte Inhalte zu liefern, sondern vielmehr darum, präsent zu sein und Impulse zu geben.
Man muss auch keinen großen Vorbereitungsaufwand einplanen. Oft reicht es, sich Präsentationen anzuschauen, Feedback zu geben und bei der Struktur zu unterstützen. Genau diese Rolle als Sparringspartner und Begleiter macht den Unterschied. Gleichzeitig bekommt man selbst viel zurück - sei es durch neue Perspektiven, den Austausch oder die Erfahrung, Wissen weiterzugeben.
Evonik ist bereits seit vielen Jahren Partnerunternehmen von business@school, der Bildungsinitiative der Boston Consulting Group (BCG) die Schülerinnen und Schülern dabei unterstützt, über ein Schuljahr Wirtschaft und Gründertum praxisnah zu erleben.