Essen. In seiner heutigen Sitzung hat der Vorstand auf Grundlage des vorläufigen Ergebnisses für das Geschäftsjahr 2025 sowie des Ausblicks für 2026 über die Dividendenpolitik von Evonik beraten. Wie per Ad-hoc-Mitteilung bekanntgegeben, soll die Ausschüttung zur Erhöhung der finanziellen Flexibilität künftig zwischen 40 und 60 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses liegen. Diese neue Dividendenpolitik soll erstmals auf den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2026 angewendet werden. Für das Geschäftsjahr 2025 wird der Vorstand der Hauptversammlung am 3. Juni 2026 vorschlagen, als Übergang zur neuen Dividendenpolitik 1,00 € je Aktie auszuschütten. Das entspricht einer Dividendenrendite von derzeit etwa 7 Prozent. Zuletzt war 1,17 € je Aktie gezahlt worden.
„Wir brauchen eine gute Balance zwischen einer angemessenen Erfolgsbeteiligung für die Aktionäre und der Fähigkeit, zur richtigen Zeit in die besten Zukunftsprojekte zu investieren und die Verschuldung weiter abzubauen“, sagt Christian Kullmann, Vorsitzender des Vorstands. „Unsere neue Dividendenpolitik trägt dieser Balance besser Rechnung.“
Die im September bekannt gemachte Gewinnprognose für das Jahr 2025 von etwa 1,9 Milliarden € hat Evonik erreicht. Das bereinigte EBITDA betrug nach vorläufigen, ungeprüften Berechnungen 1,874 Milliarden €.
Der Umsatz blieb im Jahr 2025 mit 14,1 Milliarden € etwa 7 Prozent unter Vorjahr. Die Cash Conversion Rate erreichte mit 37 Prozent das obere Ende des Zielbands von 30 bis 40 Prozent, basierend auf einem starken Free Cashflow in Höhe von 695 Millionen €.
„Die hohe Generierung liquider Mittel ist beachtlich und zeichnet Evonik aus“, sagt Claus Rettig, der interimsmäßig die operativen Aufgaben im Finanzressort wahrnimmt. „Damit decken wir komfortabel die geplante Ausschüttung und stehen im Wettbewerb hervorragend da.“
Die Position des Finanzvorstands, die im September 2025 vakant geworden war, soll bis zur Hauptversammlung 2026 nachbesetzt werden. Unter dem Strich weist Evonik für das Jahr 2025 ein positives Konzernergebnis in Höhe von 265 Millionen € aus (2024: 222 Millionen €).
Mit dem Effizienzprogramm Evonik Tailor Made (ETM) sind 2025 Hierarchien abgebaut und Entscheidungen beschleunigt worden. Auch im laufenden Jahr wird ETM planmäßig auf das Ziel einzahlen, die Kosten deutlich zu senken, auch durch den Abbau von insgesamt bis zu 2.000 Stellen. SYNEQT, die Betreibergesellschaft der Chemieparks in Marl und in Wesseling, hat zu Beginn des Jahres die Arbeit als eigenständige GmbH aufgenommen.
Das wirtschaftliche Umfeld bleibt 2026 herausfordernd. Daher erwartet Evonik für das laufende Geschäftsjahr ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden €. Mittelfristig konzentriert sich Evonik nun voll auf das Ziel, eine Kapitalrendite (ROCE) von 11 Prozent zu verdienen.
Vollständige Zahlen für 2025 veröffentlicht Evonik wie geplant am 4. März 2026.