Mann mit Brille und Hemd sitzt lächelnd auf einem Baumstamm im Park.

10/15/2026

Sascha: Sozialberatung, die Menschen stärkt

Psychische Gesundheit, Veränderung, persönliche Herausforderungen: Sascha berichtet, wie das Team der Sozialberatung Mitarbeiter in schwierigen Lebenslagen professionell unterstützt.

Sascha, vieles in der Welt und bei Evonik befindet sich in Veränderung – wie wirkt sich das auf eure Schwerpunkte in der Sozialberatung aus?

Wir erhalten viele Anfragen zu psychischen Belastungen sowie zu Team- und Konfliktthemen. Veränderungen im Unternehmen und die vielen Krisen, die uns auch außerhalb der Arbeitswelt beschäftigen, spiegeln sich in den Beratungsanfragen wider. Das deckt sich mit den bundesweiten Zahlen: Laut DAK-Psychreport sind die Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen in den vergangenen zehn Jahren um 45 Prozent gestiegen.

Mittlerweile sind psychische Erkrankungen die zweithäufigste Ursache für Fehlzeiten. In den Gesprächen zeigt sich dabei oft, dass Lösungen nicht allein bei einzelnen Personen liegen. Häufig können auch das Team, die Führungskraft oder das weitere Arbeitsumfeld Teil der Lösung sein. Deshalb wollen wir neben der Unterstützung im Einzelfall künftig noch stärker präventiv arbeiten sowie Teams und Führungskräfte sensibilisieren und frühzeitig unterstützen. Das gilt für psychische Gesundheit, aber auch für Themen wie Veränderungen im Arbeitsumfeld oder Suchtprävention. Information, Austausch und gemeinsames Lernen können hier einen wichtigen Beitrag leisten, Belastungen frühzeitig zu erkennen und Herausforderungen präventiv sowie handlungssicher anzugehen.

In diesem Jahr haben wir deshalb bereits mehr als zwanzig Workshops zu unterschiedlichen Themen durchgeführt. Diese möchten wir weiterentwickeln und um neue Formate ergänzen. Die Sozialberatung ist eine freiwillige Leistung des Unternehmens für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an allen deutschen Standorten.

Was macht die Sozialberatung für die Menschen in unserem Unternehmen besonders wertvoll?

Ich glaube, es ist vor allem die Kombination aus Erreichbarkeit, Vertraulichkeit und Expertise. Mitarbeitende und Angehörige können sich kurzfristig und unkompliziert an uns wenden – kostenlos und auch während der Arbeitszeit. Wir kennen die Strukturen und Besonderheiten von Evonik und sind gut mit den verschiedenen Akteuren am Standort vernetzt. Das hilft uns, auf aktuelle Themen schnell reagieren zu können. Dabei bleibt unsere Beratung stets unabhängig, neutral und vertraulich.

Wie macht ihr Entwicklungen und Schwerpunkte in der Sozialberatung sichtbar?

Viele Mitarbeitende kennen uns bereits – schließlich gibt es uns seit über 40 Jahren am Standort! Trotzdem möchten wir unsere Angebote noch sichtbarer machen und auch diejenigen erreichen, die uns noch nicht kennen. Deshalb probieren wir gerade neue Wege aus und möchten beispielsweise eine eigene Engage-Community aufbauen. Auch über Aktionen am Standort, etwa in der Woche der seelischen Gesundheit oder der Aktionswoche Alkohol, wollen wir in Kontakt und Austausch kommen. Denn was die Menschen bewegt, erfahren wir nicht nur aus unseren Statistiken, sondern vor allem auch aus den persönlichen Gesprächen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. 

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