ACTIVE OXYGENS BESTECHEN DURCH IHRE DESINFIZIERENDE WIRKUNG, ZUM WOHLE DER LANDWIRTSCHAFT
Wasserstoffperoxid und Peressigsäure sind zwei „Active Oxygens“ (aktive Sauerstoffe), die für Hygiene in der Landwirtschaft sorgen. Zum Beispiel bei der Tropfbewässerung in Gewächshäusern sowie von Obstgärten und Feldfrüchten. In diesen ressourcenschonenden Systemen können sich allmählich Krankheitserreger einnisten oder unerwünschte Biofilme aufbauen. Nicht jedoch, wenn dem Wasser etwas aktiver Sauerstoff beigegeben wird. Die Systeme bleiben sauber, Keime außen vor und die Ernteerträge gesichert. Auch in anderen Bereichen profitiert die Landwirtschaft von der reinigenden Wirkung von Peressigsäure und Wasserstoffperoxid: Bei frisch geerntetem Obst und Gemüse, in der Viehhaltung und sogar bei mit Pilzen befallener Gerste.
ABER MOMENT MAL: CHEMIKALIEN IN DER LANDWIRTSCHAFT – MUSS DAS SEIN?
Ja, aus wichtigen Gründen. Wasserstoffperoxid und Peressigsäure sind aufgrund ihrer bioabbaubaren Bestandteile Wasser, Sauerstoff und Essigsäure keine „normalen“ Chemikalien. Dafür bekämpfen sie durch ihre desinfizierende Wirkung Keime und Erreger überaus effizient. Zum Beispiel in Systemen zur Tropfbewässerung, in denen sich im Laufe der Zeit Verschmutzungen und Algen absetzen. Ein Einfallstor für Krankheitserreger, die so zu den Pflanzen gelangen. Nicht jedoch mit Wasserstoffperoxid und Peressigsäure. Sie halten die Systeme zuverlässig rein, sind aber – richtig dosiert – für die Feldfrüchte unbedenklich und eine gute Alternative zu Chlor. Das macht die beiden Active Oxygens zu begehrten Faktoren in der Landwirtschaft. Mit ihnen haben Keime und Erreger weniger Chancen, Ernteerträge zu schmälern. Zudem bleiben Obst und Gemüse länger frisch und haltbar,sobald Waschwasser mit den beiden Oxidationsmitteln angereichert wurde.
Viehbetriebe profitieren ebenfalls …
Die Viehhaltung profitiert gleichermaßen von der Reinigung mit Peressigsäure. Mit ihr lassen sich Infektionsquellen bei Milchvieh, Schweinen und Geflügel eindämmen. Dass Peressigsäure keinerlei chemische Rückstände hinterlässt, macht die Chemikalie für Biobetriebe relevant. Stallungen und Gehege lassen sich damit vorbehandeln, Wassersysteme und Melkequipment desinfizieren. So behalten Landwirte Krankheitserreger zielgerichtet unter Kontrolle.
… genauso wie Brauereien
Selbst durch Fusarienpilze befallene Gerste kann nach einer Behandlung mit Peressigsäure wieder als Braugerste genutzt werden. Das liegt an der antimikrobiellen Wirkung des aktiven Sauerstoffs. Peressigsäure reduziert sowohl den Pilzbefall sowie das bereits entstandene Pilzgift deutlich. Dass Peressigsäure auch andere Pilze, Bakterien, Hefen und Viren bekämpft, macht ihren Einsatz für Betreiber von Getreidemühlen und Großbäckereien interessant. Ernteausfälle ließen sich so merklich eingrenzen.