Nachhaltige Unternehmensstrategie

Nachhaltigkeit bei Evonik

Evonik hat den Anspruch, wertbringende und nachhaltige Lösungen für ihre Kunden zu schaffen. Dieses Versprechen findet Ausdruck in unserem Selbstverständnis Leading beyond chemistry to improve life, today and tomorrow. Wir gehen über die Chemie hinaus, indem wir Kompetenzen, Perspektiven und Partner miteinander vernetzen.

Wirtschaftliche Herausforderungen und geopolitische Krisen sind Teil unseres Alltags geworden. Dies sehen wir nicht als Grund, unser Engagement für mehr Nachhaltigkeit zu vermindern. Wir betrachten unser Nachhaltigkeitsmanagement vielmehr als einen wichtigen Baustein, die Widerstandsfähigkeit gegenüber geopolitischen Krisen und den Markterfolg von Evonik langfristig zu erhalten und auszubauen. Unsere nachhaltige Unternehmensstrategie leistet dazu einen wesentlichen Beitrag mit ambitionierten Zielen und Steuerungsinstrumenten, die uns helfen, Transformationsanforderungen in profitables Wachstum zu übersetzen. Die Strategie umfasst die folgenden Elemente: 

  • Verankerung von Nachhaltigkeit in Marktversprechen und Unternehmenszweck (Purpose)
  • Integration von Nachhaltigkeit in unseren Strategischen Managementprozess
  • Steigerung des Anteils attraktiver Wachstumsgeschäfte mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit in unserem Portfolio („Portfoliotransformation“)
  • vorausschauendes Ressourcenmanagement mit ehrgeizigen Umweltzielen, einschließlich der systematischen Beschäftigung mit den Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit entlang der Wertschöpfungskette sowie mit den SDGs
  • gezielte Verbesserung unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Im Rahmen von Next Generation Evonik ist Nachhaltigkeit ein integraler Bestandteil wesentlicher Kernprozesse wie Portfoliosteuerung und Innovationsmanagement, Produktion und Technik sowie Personalarbeit. Diese strategische Verankerung ist für uns Voraussetzung, unser Versprechen als Ermöglicher von Nachhaltigkeit in vielen Märkten und Lebensbereichen einzulösen. 

Hinsichtlich der Transformationsanforderungen an unsere Geschäftstätigkeit unterscheiden wir marktgetriebene, anlagenbezogene und personalseitige Einflussfaktoren. Entsprechend fokussieren wir unsere nachhaltige Unternehmensstrategie auf drei Kernprozesse: Next Generation Solutions mit der Nachhaltigkeitsanalyse der Geschäfte (Markt-Sicht), Next Generation Technologies mit dem Evonik Carbon Footprint (Asset-Sicht) und Next Generation Culture mit allen Stufen der HR-Arbeit (Personal-Sicht).

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Dementsprechend haben wir uns strategische Nachhaltigkeitsziele gesetzt. Diese beziehen sich zum einen auf die Transformation unseres Portfolios, bei dem wir den Umsatzanteil mit Next Generation Solutions bis 2030 auf über 50 Prozent steigern wollen. Gleichzeitig zielen wir darauf ab, den Umsatzanteil solcher Produkte, die von Veränderungen auf den Märkten oder im Verbraucherverhalten, steigenden Referenzniveaus oder verschärfter Regulierung herausgefordert werden, dauerhaft unter 5 Prozent zu halten. Zum anderen haben wir unsere Klimastrategie für den Zeitraum 2021 bis 2030 im Einklang mit der Verpflichtung zur Science Based Targets initiative (SBTi) fortgeschrieben. Gezielte Investitionen in Next Generation Technologies tragen zu unserem Ziel bei, die Scope-1- und Scope-2-Emissionen im Zeitraum 2021–2030 um 25 Prozent zu senken. Unsere Scope-3-Emissionen wollen wir bis 2030 um rund 11,07 Prozent senken. 

Um diese Ziele zu erreichen, wollen wir im Zeitraum 2022 bis 2030 mehr als 3 Milliarden € in das Wachstum der Next Generation Solutions investieren. Darunter fassen wir Produkte und Lösungen, die hinsichtlich ihres Nachhaltigkeitsnutzens über oder sogar deutlich über Marktniveau liegen. Im gleichen Zeitraum sollen 700 Millionen € in Next Generation Technologies fließen. Das sind insbesondere Maßnahmen in Anlagen und Infrastruktur, mit denen wir die weitere Reduzierung unserer CO2-Emissionen verfolgen. Next Generation Culture zielt darauf ab, Nachhaltigkeit auf allen Stufen des Personalprozesses zu verankern – von der Rekrutierung über Aus- und Weiterbildung bis zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskennzahlen in den Vergütungssystemen. Mit diesen drei Bausteinen von Next Generation Evonik nutzen wir unsere ganze Agilität zur Erreichung eines ökonomisch, ökologisch und sozial ausgewogenen Geschäftsmodells und stärken damit die Resilienz von Evonik. 

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie bildet ebenfalls die Grundlage für unser Green Finance Framework. Im Jahr 2025 hat Evonik erfolgreich ihre dritte und vierte grüne Anleihe platziert – eine Senior-Anleihe im Januar und eine Hybrid-Anleihe im September über jeweils 500 Millionen €. Die Erlöse aus beiden Emissionen werden im Einklang mit unserem Green Finance Framework allokiert, insbesondere auf Investitionen für den Ausbau unserer Next Generation Solutions und in Next Generation Technologies.

Um die unternehmerische Entwicklung von Evonik auch mit Blick auf nichtfinanzielle Kennzahlen gezielt steuern zu können, brauchen wir qualitativ hochwertige Nachhaltigkeitsdaten. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet neben unserer globalen ESHQ-Software ESTER zur systematischen Erfassung von Umweltdaten unser Programm Sustainability Data Management, bei dem wir schrittweise weitere nachhaltigkeitsrelevante Steuerungs- und Berichtsdaten ergänzen. Mit der Berichterstattung nach den ESRS und unserer Übersicht der Nachhaltigkeitskennzahlen von Evonik tragen wir zur Transparenz und schnellen Auffindbarkeit von Daten bei.

NACHHALTIGKEITSANALYSE DER GESCHÄFTE

Die kontinuierliche Nachhaltigkeitsanalyse unserer Geschäfte ist das entscheidende Instrument zur strategischen Steuerung und Weiterentwicklung unseres Portfolios. Die Methodik folgt dem Industriestandard zur Portfoliobewertung in der chemischen Industrie. Die umfassende Auswertung der betrachteten  Nachhaltigkeitssignale in allen drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – Ökonomie, Ökologie und Soziales – bietet uns Rückschlüsse zur vorausschauenden Steuerung von einzelnen Produkten bis hin zu ganzen Geschäftsgebieten. Die Analyseergebnisse fließen in den Strategischen Managementprozess ein.

KLIMAZIELE

Im Jahr 2022 hat Evonik sich zur Science Based Target initiative (SBTi) bekannt. SBTi ist eine Partnerschaft von CDP, United Nations Global Compact, World Resources Institute und World Wide Fund for Nature. Die Initiative definiert und fördert Best Practices im Bereich der wissenschaftsbasierten Zielsetzung und bewertet entsprechende Ziele von Unternehmen auf unabhängiger Basis. Inzwischen ist sie zum international anerkannten Standard geworden.

2023 hat SBTi die von Evonik eingereichten Emissionsreduktionsziele validiert. Dabei bestätigte SBTi, dass das Ambitionsniveau des gesetzten Scope-1- und Scope-2-Ziels geeignet ist, dazu beizutragen, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 °C zu begrenzen. Unser konzernweites übergeordnetes Scope-1- und Scope-2-Ziel sieht eine absolute Reduktion der entsprechenden Emissionen um 25 Prozent im Zeitraum 2021 bis 2030 vor. Die Reduzierung unserer CO2-Emissionen (Scope 1 und Scope 2) ist in der Vorstands- und Managementvergütung verankert und damit Bestandteil des Long Term Incentive. Darüber hinaus hat sich Evonik unter anderem dazu bekannt, im gleichen Zeitraum die absoluten Scope-3-Emissionen in den Upstream-Kategorien sowie der Downstream-Kategorie „Transport und Distribution“ um 11,07 Prozent zu reduzieren.


ORGANISATION UND MANAGEMENT VON NACHHALTIGKEIT

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Nachhaltigkeit in Governance-Struktur und Gremien

Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten für das Nachhaltigkeitsmanagement sind in einer Konzernrichtlinie des Bereichs Nachhaltigkeit geregelt. Angesichts der Steuerungsrelevanz haben wir Nachhaltigkeit in unseren Governance-Rahmen integriert.

 

Der Vorstand hat die Zuständigkeit für Nachhaltigkeitsthemen auf untergeordneter Ebene wie folgt delegiert:

 

Dem Sustainability Council obliegt die Steuerung und Entscheidungsfindung in Bezug auf Nachhaltigkeitsthemen. Das Gremium tagt mindestens zweimal jährlich unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden. Die Umsetzung von Maßnahmen erfolgt nach Freigabe des Vorstandes durch die operativen Einheiten in enger Abstimmung mit relevanten Funktionen wie Strategy, Sustainability, Environment, Safety, Health, Quality & Security, Research, Development & Innovation oder Procurement. 

 

Die Entscheidungen des Sustainability Council bereitet der Sustainability Circle vor, in dem die für Nachhaltigkeit relevanten Funktionen und Fachbereiche vertreten sind. Das Gremium monitort unter anderem die gesetzten Nachhaltigkeitsziele sowie Entscheidungen zu konzernweit koordinierten Maßnahmen und ist für neue Vorschläge für Nachhaltigkeitsziele zuständig. 

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Geleitet wird der Sustainability Circle, der mindestens zweimal jährlich tagt, vom Personalvorstand als das für Nachhaltigkeit zuständige Vorstandsmitglied.

 

 

Im Berichtsjahr beschäftigten sich der Aufsichtsrat sowie dessen Gremien Investitions- und Nachhaltigkeitsausschuss, Prüfungsausschuss und der Vorstand im Rahmen der Gremien Sustainability Council und Sustainability Circle unter anderem mit folgenden „Environmental, Social, Governance“ (ESG)-Aspekten und dadurch mit den wichtigsten wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen von Evonik (siehe Grafik „Gremien und Nachhaltigkeitsthemen“). 

Evonik engagiert sich national wie international in Kompetenznetzwerken zur Nachhaltigkeit. Die Fachbereiche informieren den Vorstand über neue Erkenntnisse und relevante Inhalte. Dadurch bringen wir die notwendige Fachkompetenz zu Nachhaltigkeit in den Konzern. Wir sind Mitglied im World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) und bekennen uns zu dessen „Vision 2050“. Außerdem beteiligen wir uns bei econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft – und bei Chemie3, der Nachhaltigkeitsinitiative der chemischen Industrie in Deutschland, sowie der globalen GRICommunity. 

Im Rahmen unserer Mitgliedschaft beim UN Global Compact treten wir aktiv dafür ein, Menschen- und Arbeitnehmerrechte in unserem Einflussbereich zu respektieren und zu fördern, Mensch und Umwelt zu schützen sowie Korruption zu bekämpfen. Darüber hinaus leisten wir einen Beitrag zur Erreichung der 17 Ziele für  eine nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, den SDGs. Zudem ist Evonik eines der sechs Gründungsmitglieder der Initiative Together for Sustainability (TfS), die das Ziel verfolgt, durch Zusammenarbeit die Transparenz in der Lieferkette zu erhöhen.

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WESENTLICHKEITSANALYSE

Prozess Wesentlichkeitsanalyse 

Wir bewerteten aktuelle und potenzielle, positive und negative Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf unser Umfeld (Inside-out-Perspektive) sowie die Auswirkungen von Umfeldfaktoren auf unsere Geschäftstätigkeit (Outside-in-Perspektive). Unsere doppelte Wesentlichkeitsanalyse umfasst fünf Prozessschritte: 

1. Analyse/Beschreibung des Umfelds von Evonik

Zunächst betrachteten wir das geschäftliche Umfeld von Evonik einschließlich der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette. Dies sollte die Identifikation aktueller und potenzieller positiver/negativer IROs unterstützen. Dabei berücksichtigten wir unter anderem unser Geschäftsmodell und die weltweite Tätigkeit von Evonik, unsere nachhaltige Unternehmensstrategie, wichtige Schlüsselkennzahlen und unsere Kommunikation mit Stakeholdern.

2. Identifikation von IROs

Im Mittelpunkt des zweiten Schritts stand die Identifikation von IROs. Dazu haben wir zahlreiche interne und externe Datenquellen ausgewertet. Zu den internen Quellen gehörten beispielsweise die Nachhaltigkeitsanalyse unserer Geschäfte, unser Risikomanagement (siehe Kapitel 9.6 Chancen- und Risikomanagement) oder unsere Managementsysteme Compliance sowie Umwelt und Sicherheit. Darüber hinaus flossen Aspekte aus Fragebögen der für uns bedeutsamen Nachhaltigkeitsratings wie beispielsweise MSCI oder EcoVadis sowie aus Berichterstattungsrahmenwerken wie GRI, SASB oder TCFD ein. Über diese diversen Quellen deckten wir sowohl die Geschäfts- als auch die Stakeholder-Perspektive ab. Die dabei herausgefilterten IROs verstehen sich vor Ergreifung von Strategien oder Maßnahmen, sie wurden im Rahmen einer Brutto-Betrachtung ermittelt. Die IROs der Long List fassten wir in einer gebündelten Long List zusammen.

3. Bewertung der Signifikanz der IROs

Auf Grundlage dieser gebündelten Long List erstellten wir einen Bewertungsbogen zur Ermittlung der Impact Materiality und der Financial Materiality. Dieser wurde von internen Experten beurteilt, die sowohl über ein Verständnis des Geschäftsmodells von Evonik als auch eine inhaltliche Nähe zu Nachhaltigkeitsthemen verfügten. Bei der Auswahl der Experten setzten wir auf eine ausgewogene Mischung von Funktionen, Regionen, Divisionen und des Altersspektrums. Die Konzernfunktionen ESHQ, Compliance, Human Resources, Innovation, Strategie, Investor Relations, Communications, Finanzen, Accounting, Controlling und Sustainability waren involviert, ebenso wie Governmental Affairs und Procurement.

Die IROs wurden anhand unterschiedlicher Kriterien und Skalen beurteilt. Durchgeführt haben wir die Bewertung der Impact Materiality anhand der von den ESRS vorgegebenen Kriterien zu „Schweregrad“ (Ausmaß, Umfang, Unabänderlichkeit) und „Wahrscheinlichkeit“, wobei sich Letztere nur auf potenzielle Auswirkungen bezieht. Die Bewertung der Financial Materiality erfolgte auf Grundlage der ESRS und der von EFRAG veröffentlichten Implementierungsleitlinien. Hierbei wurden Eintrittswahrscheinlichkeit und das potenzielle Ausmaß in einem Schritt auf Basis einer fünf-stufigen Skala von „minimal“ = null bis „kritisch“ = vier beurteilt. 

Die eingebundenen Konzernfunktionen dienten als Stellvertreter für Stakeholder mit unmittelbarem und mittelbarem Einfluss auf Evonik bzw. für betroffene Stakeholder und Nutzer der Nachhaltigkeitserklärung. Die Stakeholdereinbindung fand insbesondere in den Prozessschritten zwei, drei und fünf – der Identifizierung und Bewertung der IROs sowie der abschließenden Validierung der wesentlichen Themen – statt. Unsere weitergehenden Analysen zu Chancen und Risiken in Bezug auf Biodiversität, Wasser, Product Stewardship sowie in unserer Lieferkette basieren auf den aufgeführten, datenbasierten Ermittlungsmethoden sowie unserer beschriebenen Stakeholdereinbindung und beinhalten Stand heute keine weitergehende Einbindung (potenziell) Betroffener oder deren Vertretungen an den Standorten. 

4. Cut-off, Clusterung und Priorisierung

Die Auswertung der Bewertungsbögen führte zu vier Rankings der IROs, untergliedert nach Impact Materiality und Financial Materiality – und diese jeweils getrennt nach positiven und negativen IROs. Aufgrund der Signifikanz (Produkt aus Schweregrad und Eintrittswahrscheinlichkeit) setzten wir Wesentlichkeitsschwellen für die Impact Materiality. Bei der Financial Materiality haben wir die von der EFRAG empfohlene Wesentlichkeitsschwelle größer zwei (Einstufungen „wichtig“, „signifikant“ und „kritisch“) verwendet.

Das Ergebnis dieses Prozessschrittes war die Gesamtmenge der wesentlichen IROs in den Kategorien Impact Materiality und Financial Materiality. Durch Clusterung dieser IROs erhielten wir die wesentlichen Themen. Diese betrachteten wir noch einmal unter unternehmensspezifischen und externen Rahmenbedingungen. Daher wurde „Vielfalt und Chancengleichheit“ im Rahmen der Priorisierung als zusätzliches Thema aufgenommen.

5. Validierung der wesentlichen Themen

Die Ergebnisse unserer Wesentlichkeitsanalyse mitsamt dem zugrunde liegenden Prozess und dem methodischen Vorgehen legten wir internen und externen Nachhaltigkeits- und Finanzexperten vor, die zuvor nicht an der Bewertung beteiligt waren. Die externe Validierung erfolgte durch Vertreter von Gewerkschaften, Verbänden, NGOs, Nachhaltigkeitsberatungen sowie der Finanzbranche. Das erhaltene Feedback hat unser Vorgehen grundsätzlich bestätigt und führte zu einer Schärfung der Terminologie von wesentlichen Themen.

Das finale Ergebnis war eine Liste der wesentlichen Themen nach Priorisierung und Validierung. Anschließend erfolgte die Freigabe durch das für Nachhaltigkeit zuständige Mitglied des Vorstandes von Evonik. Unsere Berichtsschwerpunkte und
-grenzen ergeben sich somit aus den in der Wesentlichkeitsanalyse ermittelten Nachhaltigkeitsthemen.

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Allgemeine Informationen

  • Portfoliotransformation

Umweltinformationen

  • Bekämpfung des Klimawandels
  • Grüne Energie
  • Wassermanagement
  • Biodiversität
  • Circular Economy
  • Product Stewardship

Soziale Informationen

  • Attraktivität als Arbeitgeber/Mitarbeiterzufriedenheit
  • Vielfalt und Chancengleichheit
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz

Governance-Informationen

  • Verantwortliche Unternehmensführung/Menschenrechte
  • Verantwortung in der Lieferkette
  • Cyber Security

Überprüfung der Wesentlichkeitsanalyse

Wir überprüfen und aktualisieren jährlich die Ergebnisse unserer doppelten Wesentlichkeitsanalyse. Im Fall von Triggerevents wie erheblichen Akquisitionen/Desinvestitionen oder Änderungen des Geschäftsmodells prüfen wir die Auswirkungen inklusive Änderungen des Konsolidierungskreises. Des Weiteren beziehen wir – sofern vorhanden – grundlegend neue Erkenntnisse aus unserem Chancen- und Risikomanagement ein.

Die Aktualität und Vollständigkeit unserer wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen haben wir auch 2025 mit einer Peer- und Medienanalyse überprüft und validiert. Überprüft wurden Änderungen des Konsolidierungskreises ebenso wie neue Erkenntnisse aus dem Chancen- und Risikomanagement, solche Triggerevents sind nicht aufgetreten. Die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen von Evonik, die sich sowohl in den ESRS-Angaben als auch im Ergebnis der Wesentlichkeitsanalyse widerspiegeln, sind auf Basis unserer jetzigen Erkenntnisse weiterhin vollständig und aktuell. Damit bleiben die 13  wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen für Evonik unverändert bestehen.

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In Vorbereitung auf die erwartete Umsetzung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) in deutsches Recht haben wir den Betriebsrat als Arbeitnehmervertretung in dessen Ausschuss Transformation ausführlich über den Prozess und die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse informiert und uns zu dem geplanten Berichtsumfang ausgetauscht.

Nach der Bewertung der Wesentlichkeit von Themenstandards haben wir die Prüfung und Festlegung der Wesentlichkeit der darunterliegenden Datenpunkte anhand von ESRS 1 Anlage E vervollständigt. Dabei haben wir vorhandene Daten und Experteneinschätzungen unserer Fachkollegen herangezogen. 

Die zu wesentlichen Themen aggregierten IROs, die Ergebnis dieses Prozesses waren, definieren die Struktur unseres Nachhaltigkeitsberichts 2025. Wir haben diese Themen den von den ESRS vorgegebenen Kapiteln Allgemeine Informationen, Umweltinformationen, Soziale Informationen und Governance-Informationen zugeordnet. 

Die Grafik „IROs und wesentliche Themen“ zeigt die IROs, die den jeweiligen wesentlichen Themen zugeordnet sind, ebenso wie die positive/negative, tatsächliche/potenzielle Wirkweise von Evonik, ob daraus künftig kurz-, mittel- oder langfristig eine Chance oder ein Risiko entstehen kann, den Zeithorizont sowie den Schwerpunkt in der Wertschöpfungskette. Die Betrachtung der IROs mit hoher Impact Materiality haben wir verfeinert und fallweise aktualisiert, ob diese potenzieller Natur sind oder tatsächlich auftreten. 

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STAKEHOLDER ENGAGEMENT

Unser Engagement mit Stakeholdern

Wir sind davon überzeugt, dass nur solche Unternehmen erfolgreich sind, die verantwortungsvoll handeln, denen die Menschen vertrauen und die offen sind für kontinuierliche Verbesserung. Dazu gehört, dass wir sehr aufmerksam zuhören, wie wir von Akteuren in unserem Umfeld wahrgenommen werden. Damit wollen wir einem möglichen mangelnden Vertrauen unserer wichtigsten Stakeholder – wie beispielsweise Kunden, Lieferanten, Aktionäre – entgegenwirken.

Der Dialog mit unseren Stakeholdern ist uns wichtig, um unterschiedliche Perspektiven besser verstehen zu können und eigene Positionen immer wieder auf den Prüfstand zu stellen. Wir entwickeln dadurch ein besseres Verständnis für aktuelle und künftige gesellschaftliche Herausforderungen. Zudem nutzen wir unser Stakeholder-Engagement, um sich abzeichnende Marktentwicklungen und Trends in ihren Auswirkungen auf unser Geschäft besser zu verstehen. Das erleichtert uns, mögliche Chancen und Risiken frühzeitig zu identifizieren und Evonik resilienter aufzustellen. Bei der Festlegung und Priorisierung unserer Stakeholdergruppen unterscheiden wir nach folgenden Kriterien:

  • Art des Einflusses (unmittelbar, mittelbar)
  • Wirkungscluster (zum Beispiel Geschäft, Finanzmarkt)
  • Charakterisierung (zum Beispiel Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten).

 

Die für uns relevanten Stakeholdergruppen und ihren Einfluss auf Evonik zeigt die folgende Grafik:

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DIALOGE MIT UNSEREN STAKEHOLDERN

Unser Dialog mit Stakeholdern ist ein fortlaufender Prozess – sowohl im operativen Geschäft als auch auf Konzernebene – und umfasst ein breites Spektrum an Engagement und Themen. Für den Austausch nutzen wir stakeholderspezifische Kommunikationskanäle wie beispielsweise physische oder virtuelle Gespräche, Standortbesuche, unsere Nachhaltigkeitsberichterstattung, die Evonik-Webseite und Social Media. Über unser Hinweisgebersystem können geschützt Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen gegeben werden. Zudem besteht für Mitarbeiter das Angebot zur Teilnahme an Townhall-Meetings und Betriebsversammlungen. Darüber hinaus führen wir Umfragen bei unseren Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern durch.

Jedes Jahr umfasst unser Austausch mit Stakeholdern eine große Bandbreite an Themen und Engagement (siehe Grafik „Stakeholder-Engagement 2025“). Unser Vorstand bringt sich dabei aktiv unter anderem bei unserer Hauptversammlung, Investorengesprächen, Standortbesuchen und Townhall-Meetings in das Stakeholder-Engagement ein. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse teilen wir im Unternehmen und sie fließen in die relevanten Prozesse wie die Nachhaltigkeitsanalyse unserer Geschäfte und die Wesentlichkeitsanalyse ein. Unsere Herangehensweise an Stakeholder-Engagements folgt einem Ansatz, der auch die Regionen von Evonik einschließt. Generell achten wir auf eine möglichst breite Abdeckung operativer, nachbarschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Perspektiven und führen zudem regelmäßig eine Stakeholderkonferenz durch. 

Mehr zu unseren Stakeholderdialogen finden Sie im Finanz- und Nachhaltigkeitsbericht 2025.

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UMSETZUNG UNSERER NACHHALTIGKEITSZIELE UND DEREN ZIELERREICHUNG 2025

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