Erinnerungskultur
Ein Anliegen, das Evonik mit Borussia Dortmund teilt. Deshalb bieten der Fußballklub und sein Hauptsponsor ihren Mitarbeitern seit 2017 einmal im Jahr eine gemeinsame Bildungsreise nach Oświęcim an, der Stadt, die unter dem deutschen Namen Auschwitz zum Synonym für den Völkermord an Europas Juden wurde. Das Interesse ist groß, die 40 Plätze sind immer schnell vergeben. Vier Tage lang erkunden die Reisenden das Stammlager Auschwitz, das Vernichtungslager Birkenau und das Außenlager Monowitz. Zurück in Deutschland, berichten sie im Freundeskreis und am Arbeitsplatz, was sie in Auschwitz gehört, gesehen und begriffen haben.
Schweigen brechen, Haltung zeigen
Gegen den neuen Populismus, der die Verbrechen der NS-Zeit verharmlost, setzt Evonik auf Partnerschaften mit den Jüdischen Museen in Berlin und in Frankfurt sowie auf die Erkenntnisse der Wissenschaft. Die Studierenden am Holocaust-Lehrstuhl der Goethe- Universität Frankfurt unterstützt das Unternehmen nicht nur durch offene Archivtüren, sondern auch über die Mitfinanzierung einer jährlichen Gedenkstättenreise. Eine der wichtigsten historischen Lektionen hat die Theresienstadt-Überlebende Michaela Vidláková formuliert: „Das Gefährlichste ist nicht die schreiende Minderheit, sondern die schweigende Mehrheit.“ Und genau hier setze Evonik an, sagt Markus Langer, Leiter Markenkommunikation: „Wir wollen die Mehrheit dazu ermutigen, ihr Schweigen zu brechen und eine unmissverständliche Haltung zu beziehen.“