Als ein führender Anbieter von maßgeschneiderten Produkten und Lösungen befindet sich Evonik im Wesentlichen in der Mitte verschiedener Wertschöpfungsketten. Unsere Lieferanten sind überwiegend Hersteller von fossilen Basischemikalien sowie anorganischen Grundchemikalien, Produzenten von nachwachsenden Rohstoffen sowie Energieversorger. Insgesamt hat Evonik etwa 33.000 Lieferanten, wobei die größten 100 Lieferanten für etwa 40 Prozent der Beschaffungsaufwendungen stehen. Von diesen 100 Lieferanten befinden sich etwa 60 in Europa, 25 in Amerika und 15 in Asien.
Evonik verarbeitet in ihren Segmenten die Rohstoffe und Vorprodukte in unterschiedlichen Produktionsverfahren und stellt Vorprodukte für Kunden im weiterverarbeitenden Gewerbe her.
Breit gefächerte Endkundenmärkte
Unsere Kunden sind überwiegend Industrieunternehmen, die unsere Produkte weiterverarbeiten. Das Spektrum der Märkte, in denen diese tätig sind, ist vielfältig und ausgewogen. Auf keinen dieser Endmärkte entfallen mehr als 20 Prozent unseres Umsatzes. Durch diese Ausrichtung auf ein breites Anwendungsspektrum sowie die weltweite Aufstellung agiert Evonik in einem Umfeld mit zahlreichen sowohl globalen als auch regionalen Wettbewerbern. Durch die Verflochtenheit der chemischen Industrie sind in vielen Fällen Wettbewerber aus einem Produktbereich gleichzeitig Kunden in einem anderen Produktbereich.
Integrierte Technologieplattformen als Wettbewerbsvorteil
Unsere Produkte stellen wir auf Basis hochentwickelter Technologien her, die wir ständig weiter optimieren. Vielfach verfügt Evonik über integrierte Produktionskomplexe, in denen wichtige Vorprodukte in angrenzenden Produktionsanlagen selbst hergestellt werden. Unseren Kunden bieten wir dadurch ein Höchstmaß an Versorgungssicherheit. Gleichzeitig stellen diese integrierten World-Scale-Technologieplattformen in Verbindung mit technologisch anspruchsvollen Herstellungsprozessen Eintrittsbarrieren für diese Geschäfte dar.
Globale Produktion
Evonik erwirtschaftet 82 Prozent ihres Umsatzes außerhalb Deutschlands und ist in über 100 Ländern tätig. Wir betreiben Produktionsanlagen an 98 Standorten in 27 Ländern auf sechs Kontinenten und sind damit nah an unseren Märkten und Kunden. Die größten Produktionsstandorte wie Marl, Wesseling und Rheinfelden in Deutschland sowie Antwerpen (Belgien), Mobile (Alabama, USA), Schanghai (China) und Singapur beheimaten integrierte Technologieplattformen, die überwiegend für mehrere operative Einheiten produzieren.
Beschaffung
Der Einkauf von Evonik ist global organisiert und umfasst den direkten Einkauf (Rohstoffe, Logistik und Packmittel) und den indirekten Einkauf (Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen). Als weltweite Funktion sind uns Methodenexzellenz, Prozesseffizienz, Compliance sowie die Nutzung von Einkaufssynergien wichtig. Geschäftsübergreifende Bedarfe werden gebündelt am Markt platziert und so Preisvorteile genutzt. Versorgungssicherheit durch die Erschließung neuer Beschaffungsmärkte, die Erweiterung und Diversifizierung unserer Lieferantenbasis sowie der gezielte Einsatz langfristiger Lieferverträge sind die Kernaufgabe unseres Einkaufs. Material- sowie Dienstleistungskosten werden dabei fortwährend optimiert.
Advance Precision Biosolutions
Accelerate Energy Transition
Enable Circular Economy
Mit diesen Innovationswachstumskernen konzentrieren wir uns auf Lösungen für eine biobasierte, energieschonende und kreislauffähige Wirtschaft und Gesellschaft.
Unsere Aktivitäten im Bereich F&E steuert federführend die Funktion RD&I. Zu ihr gehören die F&E-Teams der Segmente, das Innovationsmanagement, die Evonik Innovation Factory (bis Ende Februar 2026 Creavis) als Business Incubator und strategische Forschungseinheit sowie Evonik Venture Capital. Die Strategie für F&E gibt der RD&I Council vor, der auch die Verteilung der personellen und finanziellen F&E-Ressourcen steuert. Unter der Führung des für Chemie und Innovation verantwortlichen Vorstandsmitglieds gehören dem Council der Chief Innovation Officer, die Leitung der Konzernstrategie sowie die Segmentleitungen an.
Die strategische Innovationseinheit Evonik Innovation Factory dient dem Konzern als Business Incubator fur mittel- bis langfristige Projekte jenseits des Produkt- und Marktfokus unserer operativen Geschäfte.
Ihre Aktivitäten bündelt die Evonik Innovation Factory derzeit in drei Inkubationscluster:
- Das Cluster Defossilation unterstützt Industrien, unabhängiger von fossilen Rohstoffen zu werden. Hier werden wachstumsstarke Lösungen erarbeitet, die dazu beitragen, den Weg in eine zirkuläre und klimaneutrale Wirtschaft zu ebnen.
- Schwerpunkt des Clusters Life Science sind neuartige Konzepte für die ressourcenschonende und nachhaltige Produktion von Lebensmitteln für eine weiterhin wachsende Weltbevölkerung. Die Vorbeugung und Heilung von Krankheiten, insbesondere im Hinblick auf das steigende Lebensalter vieler Menschen, ist ein weiterer Fokus.
- Solutions Beyond Chemistry fordert nachverfolgbare, sichere und zirkuläre Wertschöpfungsketten auf Basis von dezidiertem Anwendungs-Know-how und datenbasierten Lösungen. Das erhöht die Transparenz, Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Industriesystemen.
Die Evonik Innovation Factory fokussiert sich auf Geschäfte, die mindestens einen der drei Innovationswachstumskerne voranbringen.
Unsere Venture-Capital-Aktivitäten ermöglichen einen frühzeitigen Einblick in innovative Technologien und Geschäftsmodelle. Die Zusammenarbeit mit Start-up-Unternehmen und Technologiefonds weltweit gewährleistet Evonik einen beschleunigten Zugang zu attraktiven Zukunftstechnologien und Märkten.
Der Evonik Biotech Hub entwickelt für seine internen und externen Kunden maßgeschneiderte und wettbewerbsfähige Lösungen. Er nutzt dafür sein ausgeprägtes Verständnis für komplexe biologische Systeme, der Stammentwicklung und biotechnologische Produktionsprozesse bis hin zu großtechnischen Produktionsanlagen und hat alle Geschäftsgebiete von Evonik im Blick. Wir vertrauen auf die industrielle Biotechnologie bei der Herstellung von Biomolekülen und funktionalen Mikroorganismen.
Globales Forschungsnetzwerk
Weltweit umfasst RD&I mehr als 40 Standorte mit rund 2.400 Mitarbeitern in Forschung & Entwicklung. 2025 betrugen die F&E-Aufwendungen 418 Millionen €. Die F&E-Quote – das Verhältnis von F&E-Aufwendungen zum Umsatz – belief sich unverändert auf 3,0 Prozent.