UN Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs)

The SDG Grid 2 angepasst

DIE ZIELE DER VEREINTEN NATIONEN FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG (SDGS)

Kernelemente der Agenda 2030, die im September 2015 auf einem Gipfeltreffen der Vereinten Nationen von allen Mitgliedstaaten verabschiedet wurde, sind die Ziele für nachhaltige Entwicklung: die Sustainable Development Goals (SDGs). Die Agenda 2030 ist aus der Überzeugung entstanden, dass sich die Herausforderungen der Menschheit nur gemeinsam lösen lassen. Die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung sind in 169 einzelne Ziele heruntergebrochen. Die SDGs gelten für alle Staaten dieser Welt: Entwicklungsländer, Schwellenländer und Industriestaaten. Erreicht werden sollen die Ziele bis 2030.

Doch nicht nur Staaten sind gefordert. Die Wirtschaft spielt für die Erreichung der 17 SDGs mit ihrer Innovations- und Investitionskraft eine herausragende Rolle, die SDGs bieten neue Möglichkeiten wirtschaftlichen Wachstum, die durch nachhaltige und verantwortungsvolle Unternehmensführung erschlossen werden können.

Heute stellen die SDGs für Unternehmen, die ihre Geschäftstätigkeit auf eine nachhaltige Entwicklung ausrichten, einen wichtigen Orientierungsrahmen dar und prägen die nationale und internationale Debatte zur Nachhaltigkeit.

In 2017 hat Evonik damit begonnen, die positiven Beiträge seiner Produkte zur Erreichung der SDGs zu erfassen. Dabei haben wir festgestellt, dass viele unserer Produkte mit einem nachweisbaren Nachhaltigkeitsnutzen gleichzeitig Wachstumstreiber für Evonik sind.

Darauf aufbauend folgte in 2018 die Entwicklung einer eigenen Methode, um die für den Evonik-Konzern besonders relevanten SDGs zu identifizieren.


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Konzernrelevante UN Sustainable Development Goals

Evonik unterstützt die Umsetzung der SDGs und setzt sich seit einigen Jahren intensiv mit den eigenen positiven wie negativen Beiträgen auseinander. 

Evonik einen Methodenansatz entwickelt, mit dem wir die für unseren Konzern besonders relevanten SDGs identifizieren. In die Betrachtung haben wir die 169 Unterziele der 17 SDGs  einbezogen. Besonders relevant ist ein SDG für uns dann, wenn ein signifikant positiver oder negativer Einfluss von oder auf Evonik gegeben ist.

UNSERE BEITRÄGE ZU DEN SUSTAINABLE DEVELOPMENT GOALS DER VEREINTEN NATIONEN

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Armut in allen ihren Formen und überall beenden.

 

Herausforderung:

 

Trotz aller Fortschritte beim Rückgang der Armut, die seit der Jahrtausendwende erzielt wurden, lebten 2020 noch ca. 719 Millionen Menschen, das sind 9,2 Prozent der Weltbevölkerung, in extremer Armut. Extreme Armut heißt, mit weniger als 2,15 USD am Tag zu überleben.
Unternehmen sind ein bedeutender Motor des Wirtschaftswachstums und können durch die Schaffung von Arbeitsplätzen oder durch lokalen Einkauf zur Verringerung von Armut beitragen. Einen positiven Beitrag zu diesem Ziel leisten beispielsweise Unternehmen, die auf die Einhaltung sozialer Standards achten, insbesondere in den Wirtschaftssektoren, in denen die meisten Armen weltweit tätig sind.

 

 

 

Beispiele für unseren Beitrag:

 

  • Mit unseren weltweit etablierten Personalinstrumenten wollen wir eine markt- und leistungsgerechte Vergütung sicherstellen, basierend auf Verantwortung, Kompetenzen und Erfolg, unabhängig von Geschlecht, Alter oder anderen persönlichen Merkmalen. Wir zahlen unseren Mitarbeitern, einschließlich Trainees und Werkstudenten, den gesetzlichen Mindestlohn im jeweiligen Land. In Ländern, die keinen nationalen Mindestlohn ausweisen, wird der in Tarifverträgen in der niedrigsten Entgeltgruppe festgelegte Wert als Grundlage verwendet. Ist weder ein nationaler Mindestlohn noch ein Tarifvertrag vorhanden, wird das Living Wage als Vergleichsgröße herangezogen. Dabei handelt es sich um das Mindesteinkommen, das ein Arbeitnehmer benötigt, um seine Grundbedürfnisse zu decken. Wir beziehen uns hierbei auf die Datenbanken von FairWage Network und WageIndicator Foundation. Gerundet 0,0 Prozent unserer Mitarbeiter liegen unter dem Adequate Wage.
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Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern.

 

Herausforderung:

 

Unterernährung und Hunger verhindern eine nachhaltige weltweite Entwicklung. Hungernde Menschen leiden auch häufiger unter Krankheiten und können so ihre Familien nicht unterstützen und ernähren. Weltweit leiden nach Angaben der Welthungerhilfe über 800 Millionen Menschen an Hunger, die überwiegende Mehrheit davon in den Entwicklungsländern.
Um den Hunger weltweit zu bekämpfen und die bis 2050 weiter steigende Weltbevölkerung – von heute 8 Mrd. auf 9,7 Mrd. Menschen – zu ernähren, ist neben der Beseitigung von Armut eine veränderte, effizientere und nachhaltigere Bewirtschaftung der zur Verfügung stehenden Ressourcen auf dem Land sowie in den Meeren und Flüssen notwendig.

 

Beispiele für unseren Beitrag:

 

Animal Nutrition

Die größte globale Herausforderung besteht darin, die Ernährungssicherheit zu gewährleisten. Acht Milliarden Menschenleben hängen davon ab. Allerdings spielt es eine entscheidende Rolle, wie wir tierisches Protein erzeugen. Wir müssen die Lebens- und Futtermittelsicherheit erhöhen, die Tiergesundheit und -wohlfahrt verbessern und gleichzeitig den ökologischen Fußabdruck der Tierhaltung verringern. Es gibt nur einen richtigen Weg: die Wissenschaft. Nur durchdachte, evidenzbasierte Lösungen können eine wirklich nachhaltige und sichere Lebensmittelversorgung ermöglichen.

 

 

 

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    Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern.

     

    Herausforderung:

     

    Ein Leben in Gesundheit und die Förderung des Wohlbefindens für alle Menschen jeden Alters ist wichtig für den Aufbau prosperierender Gesellschaften. Trotz großer Fortschritte bei der Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Menschen in den letzten Jahren bestehen jedoch nach wie vor Ungleichheiten beim Zugang zur Gesundheitsversorgung.
    Unternehmen können helfen, indem sie die Gesundheit und das Wohlergehen ihrer eigenen Mitarbeiter achten und fördern und indem sie durch Produkte und Lösungen den medizintechnologischen Fortschritt weltweit vorantreiben.

     

     

    Beispiele für unseren Beitrag:

     

    • Das weltweite Management von Gesundheitsschutz und -förderung bei Evonik ist langfristig und ganzheitlich ausgerichtet. Wir betrachten die Beschäftigten selbst, die Arbeitssituation und das betriebliche Umfeld. Unser Ansatz zum betrieblichen Gesundheitsschutz umfasst eine bedarfsorientierte, qualitativ hochwertige arbeitsmedizinische Betreuung, eine gesundheitsgerechte, ergonomische Gestaltung der Arbeitswelt sowie ein betriebliches Notfallmanagement. Damit zielen wir darauf ab, alle gesetzlichen Anforderungen an Arbeitsmedizin und betrieblichen Gesundheitsschutz zu erfüllen, die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden unserer Beschäftigten zu erhalten oder zu steigern und somit hohe krankheitsbedingte Ausfallquoten zu vermeiden. Zusätzlich bietet Evonik ihren Mitarbeitern freiwillige Maßnahmen zur Gesundheitsförderung. Diese sind in der Konzerninitiative Well@Work gebündelt. Damit unterstützen wir einen gesunden Lebensstil. Darüber hinaus legt Evonik Wert auf eine familienfreundliche und lebensphasenbewusste Personalpolitik, in der Beruf und Privatleben gut vereinbar sind. Mit den entsprechenden Angeboten wirken wir sowohl einer mangelnden Work-Life-Balance entgegen als auch der Zunahme von stress- oder psychisch bedingten Erkrankungen. Unsere Maßnahmen zu Gesundheitsschutz und -förderung stehen allen Mitarbeitern einschließlich der Beschäftigten nach Arbeitnehmerüberlassungsgesetz bzw. den Leiharbeitnehmern an unseren internationalen Standorten zur Verfügung.

     

    • Der Occupational Health Performance-Index errechnet sich aus sechs Schlüsselparametern, die für die effektive Umsetzung der Themen Medizinische Notfallvorsorge, Arbeitsmedizinische Betreuung und Betriebliche Gesundheitsförderung entscheidend sind. Jedes Themenfeld ist im Index durch einen qualitativen und einen quantitativen Parameter vertreten. Die Punktwerte für jeden Parameter liegen zwischen 0 und 1, der maximal erreichbare Wert liegt bei 6. Der Index zeigt auf, inwiefern interne Vorgaben umgesetzt und Ziele erreicht wurden, wobei sowohl Qualität als auch Umfang der getroffenen Maßnahmen berücksichtigt werden.

     

    Unsere Ziele:

     

    • Occupational Health Performance-Index ≥ 5,0. Ziel erreicht: 2025 betrug der OHPI 5,6.

     

    • Unfallhäufigkeit ≤ 0,26 Unfälle mit Schichtausfall pro 200.000 Arbeitsstunden. Ziel erreicht: 2025 betrug die Unfallhäufigkeit 0,18.
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    Inklusive, gerechte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern.

     

    Herausforderung:

     

    Hochwertige Bildung ist einer der wichtigsten Schlüssel, um den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen. Bildung hilft, Ungleichheiten zu beseitigen und Geschlechtergleichheit herzustellen. Gleichzeitig unterstützt hochwertige Bildung das Erreichen der anderen SDGs. Verantwortlich für die Umsetzung des Menschrechts auf Bildung ist der jeweilige Staat. Unternehmen können den Staat dabei unterstützen, indem sie zum Bespiel berufliche Aus- und Weiterbildung ermöglichen und Unterrichtsmaterialien entwickeln, um gut ausgebildete Nachwuchskräfte zu erhalten.

     

     

    Beispiele für unseren Beitrag:

     

    • Evonik bildete im Jahr 2025 in Deutschland 1.270 junge Menschen selber aus. Dazu kommen noch 371 Auszubildende durch Kooperationen mit Fremdunternehmen.

     

    • Ziel: Digitale Lernzeit pro Mitarbeiter in Workday Learning von > 3 Stunden pro Jahr bis 2026. Status 2025: 2,1 Stunden pro Jahr.

     

     

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    Geschlechtergerechtigkeit und Selbstbestimmung für alle Frauen und Mädchen erreichen.

     

    Herausforderung:

     

    Die Hälfte der Weltbevölkerung ist weiblich und damit auch die Hälfte des menschlichen Potenzials. Doch Geschlechterungleichheit verhindert die Nutzung dieses Potenzials und damit auch gesellschaftlichen Fortschritt. Die Benachteiligung von Frauen beginnt häufig schon beim Zugang zum Bildungssystem und setzt sich im Berufsleben fort.

     

     

     

     

     

    Beispiele für unseren Beitrag:

     

    Wir integrieren Vielfalt in unsere HR-Prozesse, insbesondere durch einen Gender-Balanced-Recruiting-Prozess. Unseren Fortschritt bei der Umsetzung von Diversität im Arbeitsalltag messen wir unter anderem anhand der Ziel-KPIs zum Frauenanteil und zum interkulturellen Mix. Die Förderung von Vielfalt ist eine zentrale Managementaufgabe, für die wir Führungskräfte mit den notwendigen Mitteln und Wissen ausstatten. Gleichzeitig bauen wir durch Sensibilisierungsmaßnahmen in den Konzernmedien oder Schulungen zum Thema Vielfalt und Chancengleichheit unbewusste Stereotype ab. Damit schaffen wir ein unterstützendes Umfeld, das durch Angebote wie Kinderbetreuung, #SmartWork, Jobsharing und „groW – Das Netzwerk für Frauen“ gefördert wird. Wir profitieren von unseren langfristigen Partnerschaften mit studentischen Netzwerken wie beispielsweise UNITECH und FEMTEC. FEMTEC fördert weibliche Nachwuchskräfte und Talente in MINT. Um berufserfahrene Kandidaten zu gewinnen, setzen wir auf die Zusammenarbeit mit Alumni-Organisationen. Diese Partnerschaften zahlen durch die gezielte Einstellung von Frauen und internationalen Mitarbeitern auf unsere Diversity-Strategie ein.

     

    Unsere Ziele:

     

    • Wir streben einen Frauenanteil im obersten Management von 30 Prozent bis 2026 an. Aktuller Stand: 21 %.

     

    • Wir streben einen Frauenanteil im mittleren Management von 25 Prozent bis 2026 an. Aktueller Stand: 22 %.

     

    • Wir streben einen Frauenanteil im unteren Management von 33 Prozent bis 2026 an. Aktueller Stand: 32 %.

     

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    Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten.

     

    Herausforderung:

     

    Der Zugang zu Wasser und Sanitäreinrichtungen ist ein Menschenrecht, dass für Milliarden Menschen noch nicht verwirklicht ist. Weiterhin haben rund zwei Milliarden Menschen weltweit keinen regelmäßigen Zugang zu sauberem Wasser. Etwa 771 Millionen Menschen haben noch nicht einmal eine Grundversorgung mit Trinkwasser.

    Laut einer Untersuchung von UNICEF aus dem Jahr 2021 leben weltweit mehr als 1,42 Milliarden Menschen in Gebieten mit insgesamt hoher oder extrem hoher Wasserunsicherheit, darunter 450 Millionen Kinder. 48 Prozent des Abwassers fließen ungereinigt in die Flüsse und Meere.

     

    Beispiele für unseren Beitrag:

     

     

     

    • Bei der Bekämpfung von Keimen in Abwässern spielen Wasserstoffperoxid und Peressigsäure als umweltfreundliche Alternativen eine immer bedeutendere Rolle. Beim Einsatz entstehen als Nebenprodukte lediglich Wasser und biologisch gut abbaubare Essigsäure.
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    Unser Ziel:

     

    Reduzierung der spezifischen Süßwasserentnahme um 3 Prozent im Zeitraum 2021 – 2030.

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    Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und zeitgemäßer Energie.

     

    Herausforderung:

     

    Die Verfügbarkeit von elektrischer Energie ist heutzutage für fast alle Bereiche des täglichen Lebens unabdingbar. Dazu zählt z.B. die Industrie, die Medizin, Bildung, Landwirtschaft, Infrastruktur, Kommunikation und Hochtechnologie. Auch die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben wird zunehmend abhängig von Elektrizität (Smartphone, Internet, Social Media…).

    Bis heute sind fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl oder Gas weltweit bedeutende Quellen der Stromerzeugung, doch ihre Verbrennung erzeugt große Mengen an Treibhausgasen, die  sehr stark zur globalen Erwärmung und zur Umweltverschmutzung beitragen.

    Spätestens seit dem Übereinkommen von Paris (globales Klimaschutzabkommen) sind viele Staaten dabei den Anteil erneuerbarer Energien in ihrem Strommix zu erhöhen.

     

    Beispiele für unseren Beitrag:

     

    • Bereits heute stammen bei Evonik weltweit rund 48 Prozent des extern bezogenen Stroms aus erneuerbaren Quellen. Bis 2030 wollen wir unseren externen Strombezug auf 100 Prozent Grünstrom umstellen.

     

    • Der 960 Megawatt (MW) große Offshore-Windparks He Dreiht hat im Jahr 2025 bereits erste grüne Strommengen ins Netz eingespeist. Über den Fotovoltaik-Standort Silberstedt beziehen wir seit September 2025 Grünstrom von Vattenfall. Ein zweiter Fotovoltaik-Standort in Schleswig-Holstein wird voraussichtlich im Jahr 2026 in Betrieb gehen. Aus den 2022 mit EnBW abgeschlossenen PPAs über insgesamt 150 MW erwarten wir mit planmäßiger Aufnahme des kommerziellen Betriebs im Jahr 2026 erste Grünstromlieferungen. Zusätzlich wird uns RWE ab 2028 jährlich rund 37,5 GWh Grünstrom aus dem Offshore-Windpark Kaskasi liefern. Im Berichtsjahr hat zudem Evonik Methionine Southeast Asia (EMSEA) mit dem Energieversorger Engie ein langfristiges PPA vereinbart. An unserem Produktionsstandort für Methionin in Singapur wird eine Fotovoltaik-Anlage errichtet, die ab dem ersten Quartal 2026 rund 2,7 GWh nachhaltige Energie pro Jahr für den Eigenverbrauch liefern soll.

     

    • Seit Juli 2025 verwendet das Geschäftsgebiet Coating & Adhesive Resins von Evonik grüne Elektrizität für die Polybutadienproduktion in Marl. Zudem hat im Berichtsjahr das Geschäftsgebiet Crosslinkers die Produktion von Epoxid-Härtern vollständig auf Strom aus erneuerbaren Energien umgestellt. Dies führt in diesem Geschäftsgebiet zu einer Reduktion der Scope-1- und Scope-2-Emissionen um etwa ein Drittel pro Jahr. 

     

    Unsere Ziele:

     

    • Reduzierung der absoluten Scope-1- und Scope-2-Emissionen um 25 Prozent im Zeitraum 2021 – 2030.

     

    • Reduzierung der absoluten Scope-3-Emissionen um 11,07 Prozent  im Zeitraum von 2021 bis 2030.

     

    • Gesamteinsparung von 1.200 GWh Energie aus umgesetzten Energieeffizienzprojekten im Zeitraum 2021 – 2030.

     

    • Umstellung des extern bezogenen Stroms auf 100 Prozent Grünstrom bis 2030.

     

     

    Roadmap Reduktion Sconpe 1 & 2 Emissionen:

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    Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern.

     

    Herausforderung:

     

    Bezahlte Arbeit ist der zentrale Treiber für materiellen Wohlstand, wirtschaftliche Sicherheit, Chancengleichheit und menschliche Entwicklung. Doch bis heute ist eine Mehrheit von Beschäftigten davon ausgeschlossen, denn eine Beschäftigung garantiert nicht immer ein Leben ohne Armut. Die Beseitigung von Armut ist nur durch dauerhafte und gut bezahlte Arbeit möglich. Die Erreichung dieses Ziels ist eng verknüpft mit anderen Zielen wie Bildung, Gleichstellung von Männern und Frauen und Chancengleichheit. 

     

    Beispiele für unseren Beitrag:

     

    Mit ihrer Tätigkeit leistet Evonik einen Beitrag zu Wirtschaftswachstum und bietet sichere, menschenwürdige Arbeit. 

     

    • Unser Verhaltenskodex fasst die wichtigsten Grundsätze und Normen von Evonik zusammen, mit denen alle Mitarbeiter vertraut sein müssen. Er gilt im gesamten Konzern und ist Bestandteil des Arbeitsverhältnisses zwischen dem Mitarbeiter und Evonik. 

     

    • Für Lieferanten haben wir einen eigenen Verhaltenskodex aufgelegt, der unsere Anforderungen an diese verbindlich regelt.

     

    • In der Menschenrechtlichen Grundsatzerklärung verpflichtet sich Evonik, Menschenrechte zu achten, und formuliert darin auch ihre Erwartungen an Beschäftigte, Vorgesetzte, Zulieferer und sonstige Geschäftspartner.

     

    • In der Global Social Policy formuliert Evonik die Grundsätze sozialer und ethischer Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern.

     

    • Im Rahmen unserer Mitgliedschaft beim UN Global Compact treten wir aktiv dafür ein, Menschen- und Arbeitnehmerrechte in unserem Einflussbereich zu respektieren und zu fördern, Diskriminierung zu vermeiden, Mensch und Umwelt zu schützen sowie Korruption zu bekämpfen.

     

    • In Deutschland gelten für 100 Prozent, weltweit für rund 69 Prozent unserer Mitarbeiter kollektivrechtliche Vereinbarungen zur Vergütung.

     

    Unsere Ziele:

     

    • Frauenanteil im obersten Management von 30 Prozent bis 2026. Status 2025: 21 %.

     

    • Frauenanteil im mittleren Management von 25 Prozent bis 2026. Status 2025: 22 %.

     

    • Frauenanteil im unteren Management von 33 Prozent bis 2026. Status 2025: 32 %.

     

    • Interkultureller Mix im obersten Management von 25 Prozent bis 2026. Status 2025: 19 %.

     

    • Interkultureller Mix mittleres Management von 35 Prozent bis 2026. Status 2025: 29 %.

     

    • Digitale Lernzeit pro Mitarbeiter in Workday Learning von > 3 Stunden pro Jahr bis 2026. Status 2025: 2,1 Stunden.

     

    • Unfallhäufigkeit von max. 0,26 pro 200.000 Arbeitsstunden. Ziel erreicht: 0,18.

     

    • Eieignishäufigkeit von max. 0,40 pro 200.000 Arbeitsstunden. Ziel verfehlt: 0,44.

     

    • Occupational Health Performance-Index von min. 5. Ziel erreicht: 5,6.
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    Eine belastbare Infrastruktur aufbauen, inklusive und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen.

     

    Herausforderung:

     

    Wirtschaftswachstum, gesellschaftliche Entwicklung und die Anpassung an den Klimawandel sind in großem Maße abhängig von Infrastrukturinvestitionen, einer nachhaltig wirtschaftenden Industrie und dem technischen Fortschritt.

    Innovationen spielen eine entscheidende Rolle in der konsequenten Ausrichtung von Evonik auf Nachhaltigkeit und profitables Wachstum. Gleichzeitig unterstützen wir damit unsere Kunden, ihre eigenen Ziele hinsichtlich Klimaschutz, Zirkularität oder Biodiversität zu erreichen.

     

     

    Beispiele für unseren Beitrag:

     

    Weltweit umfasst RD&I mehr als 40 Standorte mit rund 2.500 Mitarbeitern in Forschung & Entwicklung. 2025 betrugen die F&E-Aufwendungen 418 Millionen €. Die F&E-Quote – das Verhältnis von F&E-Aufwendungen zum Umsatz – belief sich wie im Vorjahr auf 3,0 Prozent.

     

    Nachhaltige Innovationen

     

    Innovationen spielen für unsere konsequente Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und profitables Wachstum eine entscheidende Rolle. Zudem unterstützen wir mit nachhaltigen Innovationen unsere Kunden dabei, ihre Ziele im Hinblick auf Klimaschutz, Biodiversität und Zirkularität zu erreichen. Unser Skin Institute, in dem wir unsere Kompetenzen rund um die Themen Hautwissenschaften und Wirksamkeit von Kosmetika bündeln und mit der Expertise zum Hautmikrobiom unseres Biotech Hubs komplementieren, ist ebenso ein Beispiel für nachhaltige Innovation wie unser Innovation Satellite in Cambridge (Massachusetts, USA). Ein Schwerpunkt der Arbeiten dort ist die Entwicklung neuartiger Formulierungen und Transportsysteme für die Darreichung von nukleinsäurebasierten Medikamenten.  

     

    2024 haben wir die Grundlagen für drei neue Innovationswachstumskerne gelegt. Damit wollen wir bis 2032 einen zusätzlichen Umsatz von 1,5 Milliarden € – gemessen an 2023 – erwirtschaften. Diese Kerne benennen drei große Herausforderungen unserer Zeit:

     

    • Advance Precision Biosolutions: Mit Hilfe von Biotechnologie entwickeln wir Biotenside sowie kosmetische und pharmazeutische Lösungen, die die Lebensqualität der Menschen verbessern und gleichzeitig unsere Ökosysteme schützen.
     
    • Accelerate Energy Transition: Um echte Klimaneutralität zu erreichen, müssen wir Emissionen vermeiden, zusätzlich CO2 abscheiden und eine Wasserstoffwirtschaft aufbauen.
     
    • Enable Circular Economy: Wir bündeln unsere Forschungsschwerpunkte für eine moderne Kreislaufwirtschaft, helfen dabei, Stoffkreisläufe zu schließen, und ebnen unseren Kunden den Weg in eine zirkuläre Zukunft.

     

    Mit diesen Innovationswachstumskernen konzentrieren wir uns auf Lösungen für eine biobasierte, energieschonende und kreislauffähige Wirtschaft und Gesellschaft.

    Unsere Aktivitäten im Bereich F&E steuert federführend die Funktion RD&I. Zu ihr gehören die F&E-Teams der Segmente, das Innovationsmanagement, die Creavis als Business Incubator und strategische Forschungseinheit sowie Evonik Venture Capital. Die Strategie für F&E gibt der RD&I Council vor, der auch die Verteilung der personellen und finanziellen F&E-Ressourcen steuert. Unter der Führung des für Chemie und Innovation verantwortlichen Vorstandsmitglieds gehören dem Council der Chief Innovation Officer, die Leitung der Konzernstrategie sowie die Segmentleitungen an.

     

     

     

    Die strategische Innovationseinheit Creavis dient dem Konzern als Business Incubator für mittel- bis langfristige Projekte jenseits des Produkt- und Marktfokus unserer operativen Geschäfte.

    Ihre Aktivitäten bündelt die Creavis derzeit in drei Inkubationscluster:

     

    • Das Cluster Defossilation unterstützt Industrien, unabhängiger von fossilen Rohstoffen zu werden. Hier werden wachstumsstarke Lösungen erarbeitet, die dazu beitragen, den Weg in eine zirkuläre und klimaneutrale Wirtschaft zu ebnen.
     
    • Schwerpunkt des Clusters Life Science sind neuartige Konzepte für die ressourcenschonende und nachhaltige Produktion von Lebensmitteln für eine weiterhin wachsende Weltbevölkerung. Die Vorbeugung und Heilung von Krankheiten, insbesondere im Hinblick auf das steigende Lebensalter vieler Menschen, ist ein weiterer Fokus.
     
    • Solutions Beyond Chemistry fordert nachverfolgbare, sichere und zirkuläre Wertschöpfungsketten auf Basis von dezidiertem Anwendungs-Know-how und datenbasierten Lösungen. Das erhöht die Transparenz, Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Industriesystemen.

     

    Creavis fokussiert sich auf Geschäfte, die mindestens einen der drei Innovationswachstumskerne voranbringen. 

     

     

    Unsere Venture-Capital-Aktivitäten ermöglichen einen frühzeitigen Einblick in innovative Technologien und Geschäftsmodelle. Die Zusammenarbeit mit Start-up-Unternehmen und Technologiefonds weltweit gewährleistet Evonik einen beschleunigten Zugang zu attraktiven Zukunftstechnologien und Märkten. Seit der Gründung von Evonik Venture Capital im Jahr 2012 ist der Konzern mehr als 55 Beteiligungen eingegangen. Ein wichtiges Instrument ist der 2022 aufgelegte Sustainability Tech Fund mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 150 Millionen €. Er investiert in Start-ups, die mit unseren Innovationswachstumskernen im Einklang stehen.

     

    Der Evonik Biotech Hub entwickelt für seine internen und externen Kunden maßgeschneiderte und wettbewerbsfähige Lösungen. Er nutzt dafür sein ausgeprägtes Verständnis für komplexe biologische Systeme, die Stammentwicklung und biotechnologische Produktionsprozesse bis hin zu großtechnischen Produktionsanlagen und hat alle Geschäftsgebiete von Evonik im Blick.

    Wir vertrauen auf die industrielle Biotechnologie bei der Herstellung von Biomolekülen und funktionalen Mikroorganismen, wie beispielsweise:

     

    • hochlösliches, ultrareines Kollagen nicht tierischen Ursprungs für den Einsatz in den Bereichen Pharmazie, Medizin und Zellkultur- und Gewebezüchtung,
    • Biotenside für Haushalts- und Kosmetikanwendungen,
    • Omega-3-Fettsäuren wie EPA und DHA aus natürlichen Mikroalgen für die Tierernährung,
    • Aminosäuren für Niedrig-Protein-Diät-Formulierungen als globalen Futterstandard,
    • Probiotika und andere Futtermitteladditive zur Reduktion von Antibiotika in der Tierhaltung,
    • mikrobielle Fermente, die als Mikrobiom-freundliche kosmetische Wirkstoffe eingesetzt werden, und
    • mikrobielle Oberflächenreiniger, die in Haushalten und Industriebetrieben einen lang anhaltenden Reinigungseffekt bewirken.

     

     

     

    Unsere Ziele:

     

    Circular Economy

    • Mindestens 1 Milliarde € zusätzlicher Umsatz mit zirkulären Produkten und Technologien bis 2030.
     
    • Reduzierung der spezifischen Produktionsabfallmenge um 10 Prozent im Zeitraum 2021 – 2030.
     

    Product Stewardship

    • Erfassung und Bewertung von Stoffen/Produkten in Bezug auf CMS/CMSPLUS aus Akquisitionen bis Ende 2029.
    SDG 10

    Ungleichheit innerhalb von und zwischen Staaten verringern.

     

    Herausforderung:

     

    Nach wie vor gibt es in jedem Land Ungleichheiten, die auf Einkommen, Geschlecht, Alter, Herkunft, Religion und Chancenungleichheit beruhen. Dies gilt sowohl innerhalb als auch zwischen Staaten. Diese Ungleichheiten behindern auf lange Sicht gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt.

     

    Beispiele für unseren Beitrag:

     

    Unter der Überschrift „Chancengleichheit und Vielfalt“ heißt es in der Evonik Global Social Policy: „Wir fordern Chancengleichheit und Gleichbehandlung für jeden unserer Mitarbeiter, ungeachtet von ethnischer Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Alter, Behinderung, Religion, Staatsangehörigkeit, sexueller Ausrichtung, sozialer Herkunft oder politischer Einstellung, soweit diese auf demokratischen Prinzipien und Toleranz gegenüber Andersdenkenden beruht."


    Im Absatz „Löhne und Sozialleistungen“ bekennt sich Evonik zu fairen Löhnen: „Wir zahlen Vergütungen und erbringen Leistungen, die hinsichtlich eines angemessenen Lebensunterhalts mindestens den jeweiligen gesetzlichen Mindestnormen bzw. den Mindestnormen der jeweiligen nationalen Wirtschaftsbereiche entsprechen."

     

    • Im Jahr 2025 lag das globale unbereinigte Gender Pay Gap – Verhältnis des durchschnittlichen Bruttostundenverdienstes von Frauen zu Männern – bei 8,3 Prozent. Bezogen auf Deutschland, wo rund 60 Prozent der Belegschaft von Evonik beschäftigt sind, betrug das Gender Pay Gap 3,4 Prozent. Das bedeutet, dass Frauen - bezogen auf unsere weltweiten Aktivitäten - insgesamt 8,3 Prozent und bezogen auf Deutschland 3,4 Prozent weniger verdienen als Männer. 
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    Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten.

     

    Herausforderung:

     

    Die Verstädterung ist ein globales Phänomen: Lebten Mitte des 20. Jahrhunderts 30 Prozent der Menschen in den urbanen Zentren der Welt, sind es inzwischen bereits 57 Prozent und bis 2030 soll die Zahl der Stadtbewohner auf rund 60 Prozent steigen. Schon heute gibt es mehr als 34 Metropolregionen („Megacities“) mit jeweils mehr als 10 Millionen Einwohnern.

    Unternehmen kommt bei der Gestaltung von lebenswerten und zukunftsfähigen Städten eine sehr wichtige Rolle zu, um energie- und klimaeffiziente und langfristig nutzbare Strukturen aufzubauen.

     

    Beispiele für unseren Beitrag:

     

    Vom Dach bis zum Fundament sowie zum Schutz internationalen Kulturgutes und zum Städtebau der Zukunft: Evonik bietet Lösungen für nahezu alle Bereiche des Baugewerbes.

    Als eines der innovativsten Spezialchemieunternehmen der Welt zeichnen wir uns durch unsere Kreativität, Energie und Leidenschaft für unsere Produkte und unsere Kunden aus. Ob es darum geht, aktuelle Probleme unserer Kunden zu lösen, ihre bestehenden Produkte für die Zukunft zu verbessern oder neue, innovative Lösungen für schwierige Herausforderungen zu finden. Wir wollen Ihr Partner für Spezialchemikalien in der Bauindustrie sein. Lassen Sie uns gemeinsam eine bessere Welt schaffen.

     

     

     

    Straßenbau

    • Evonik bietet eine breite Palette von Technologien für die Straßenbauindustrie an. Die Produkte VESTENAMER® und TEGO® Addibit bieten Lösungen für die heutigen Anforderungen wie Langlebigkeit, Reduktion von Emissionen und Energieverbrauch und unterstützen damit den nachhaltigen Straßenbau und -unterhalt.

     

    Protectosil® für den Schutz von Bauwerken

    • Der Schutz von neuen und renovierten Betonoberflächen ist der Schlüssel, um den Schutz vor Umwelteinflüssen zu gewährleisten.

     

    Feuerfestes Glas

    • Die führenden Technologien zur Herstellung von feuerfestem Isolierglas basieren auf Glasplatten, die durch intumeszierende Schichten getrennt sind, die aus einer hochviskosen Lösung von Alkalisilikaten und geeigneten organischen Zusatzstoffen bestehen. Der Schlüssel zur Herstellung von Glas nach dieser Technologie in einem einfachen Verfahren ist AERODISP® W 1244, eine gebrauchsfertige Formulierung auf der Grundlage der proprietären Silikate-Technologie.
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      Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen.

       

      Herausforderung:

       

      Die stetig wachsende Weltbevölkerung und der damit verbundene Druck auf natürliche Ressourcen sowie der anstehende Klimawandel gefährden zunehmend die Lebensgrundlagen vieler Menschen.

       

      Nur durch die notwendige Veränderung unserer Lebensstile und Wirtschaftsweise können wir dem entgegenwirken. Konsumieren und Produzieren muss innerhalb der planetaren ökologischen Grenzen stattfinden. Um dies zu erreichen, sind Konsum- und Produktionsaktivitäten weitgehend vom Ressourcenverbrauch sowie von der Emission von Treibhausgasen zu entkoppeln.

      Dazu zählt neben der Umgestaltung der Wertschöpfungsmuster, die der Produktion zugrunde liegen auch der Ausbau einer Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) sowie nachhaltiger Lieferketten.

       

       

      Beispiele für unseren Beitrag:

       

      Next Generation Evonik

      Wir haben Nachhaltigkeit umfassend in unsere Konzernstrategie integriert – von der Forschung & Entwicklung über das Portfoliomanagement bis hin zur Unternehmens­kultur. Kernprozess ist die Nachhaltigkeitsanalyse unserer Geschäfte. Forschung & Entwicklung spielen eine Schlüsselrolle in der laufenden Portfoliotransformation. 2025 erzielte Evonik 91 Prozent ihres Umsatzes mit Produkten und Lösungen, die hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitsleistungen mindestens auf Marktniveau liegen (Kategorien „Leader“, „Driver“ und „Performer“).

      48 Prozent ihres Umsatzes erwirtschaftete Evonik mit Next Generation Solutions. Dies sind Produkte und Lösungen, die hinsichtlich ihres ausgeprägten positiven Nachhaltigkeitsprofils über oder sogar deutlich über Marktniveau liegen (Kategorien „Leader“ und „Driver“).

       

      Grüne Energie

      In Europa, Asien, Nord- und Südamerika beziehen oder erzeugen derzeit mehr als 50 Standorte nachhaltige Energien. Zudem sehen wir die Möglichkeit von Energieeinsparungen durch neue Technologien und effiziente Prozesse (Next Generation Technologies: EAGER) wie durch digital gesteuerte Energiesysteme. Durch Energieeinsparungen wirken wir dem Klimawandel entgegen und tragen dazu bei, klimaschädliche Effekte auf Menschen und Umwelt zu verringern.

      Evonik setzt langfristige Grünstromverträge (Power Purchase Agreements, PPA) mit verschiedenen Energieversorgern zur Umstellung auf grüne Energien ein. Damit werden wir zukünftig an unseren Standorten deutlich unabhängiger von fossilen Energieträgern.

      Derzeit beziehen wir 48 Prozent unseres externen Stroms als Grünstrom.

       

      Wassermanagement

      Evonik verwendet Wasser möglichst sparsam und arbeitet daran, die Emissionen weiter zu verringern. Wir wollen auch zukünftig sowohl zu einer besseren Wassernutzung im eigenen Betrieb beitragen als auch entlang der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette. Dafür arbeiten wir an Optimierungen bei der Wiederverwendung, Rückgewinnung, Reduktion und Aufbereitung unseres betrieblichen Wassereinsatzes. Zur Verbesserung der Wasserqualität kommen Abwasseraufbereitungsanlagen zum Einsatz. Für die Wasseraufbereitung und -wiederverwendung sowie für die Wiedergewinnung von Abwasser setzen wir auf fortschrittliche Technologien. Damit reduziert Evonik sowohl ihre Abhängigkeit vom Süßwasser als auch ihre Auswirkungen auf die Umwelt. Wir stellen sicher, dass unsere eingeleiteten Abwässer den rechtlichen Vorgaben zur Bewahrung und zum Schutz der aquatischen Umwelt entsprechen. Evonik hat ein Grundsatzpapier Wasser auf ihrer Webseite veröffentlicht.

       

      Circular Economy

      Evonik versteht Circular Economy als grundlegende Transformation hin zu einer klimaneutralen, ressourceneffizienten Wirtschaft, in der Produkte und Materialien möglichst lange genutzt und Rohstoffe nach Gebrauch wiederverwendet werden. Wirtschaftliches Wachstum und Ressourcenverbrauch werden entkoppelt. Eine bessere Ressourcennutzung hat für Evonik einen hohen Stellenwert. Zirkuläres Wirtschaften gewinnt für Evonik, angesichts der planetaren Grenzen an Bedeutung. Zunehmende Rohstoffknappheit kann zu einer unzureichenden Verfügbarkeit von Ressourcen in der Lieferkette führen. Mit unseren Aktivitäten wie der Diversifizierung von Rohstoffen sorgen wir für eine erhöhte Versorgungssicherheit für die Produktion und machen diese unabhängiger von endlichen fossilen und anderen nicht zirkulären Ressourcen. Evonik ist integraler Bestandteil verschiedener Wertschöpfungsketten und verfügt über Know-how zu Prozessen, Technologien, Chancen und Risiken vor- und nachgelagerter Akteure. So eröffnen sich für Evonik durch Circular Economy neue Geschäftsmöglichkeiten und attraktive Wachstumschancen. 

       

      Abfall- und Ressourcenmanagement

      Unser Abfallmanagement folgt einem klaren Prinzip: Abfälle sind in erster Linie zu vermeiden, andernfalls stofflich zu verwerten oder zur Energiegewinnung zu nutzen und erst als dritte Option sicher zu beseitigen. 

       

      Together for Sustainability (TfS)

      Die chemische Industrie hat 2011 die Initiative TfS gegründet, zu deren sechs Gründungsmitgliedern Evonik zählt. TfS umfasst 57 international tätige Chemieunternehmen (Stand: Juli 2025) und verfolgt das Ziel, ein globales Assessment- und Auditprogramm zur verantwortungsvollen Beschaffung von Gütern und Leistungen zu implementieren.

       

      Unsere Ziele:

       

      • Ausweitung des Umsatzanteils mit Next Generation Solutions auf über 50 Prozent bis 2030.

       

      • Gesamteinsparung von 1.200 GWh Energie aus umgesetzten Energieeffizienzprojekten im Zeitraum 2021 – 2030.

       

      • Umstellung des extern bezogenen Stroms auf 100 Prozent Grünstrom bis 2030.

       

      • Reduzierung der spezifischen Süßwasserentnahme um 3 Prozent bezogen auf die Produktionsmenge im Zeitraum 2021 – 2030.

       

      • Reduzierung der spezifischen Produktionsabfallmenge um 10 Prozent bezogen auf die Produktionsmenge im Zeitraum 2021 – 2030.

       

      • > 90 Prozent Abdeckung signifikanter Rohstofflieferanten durch TfS-Assessments bis 2030.
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      Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen.

       

      Herausforderung: 

       

      Der Klimawandel zählt heute zu den größten Herausforderungen der Menschheit. Sein Zusammenhang mit dem Ausstoß von Treibhausgasen durch menschliche Aktivitäten ist durch wissenschaftliche Beobachtungen und Berechnungen belegt. Steigende Durchschnittstemperaturen, höhere Meeresspiegel, Zunahme von Extremwetterereignissen wie Starkregen, Dürren oder extremer Hitze sind Anzeichen von Veränderungen des Klimas.
      Neben der Beschränkung der Treibhausgasemissionen müssen wir uns an die Veränderungen anpassen.

       

      Mit dem Pariser Klimaschutz-Übereinkommen haben sich die Unterzeichner-Staaten im Dezember 2015 dazu verpflichtet, den Klimawandel und den damit verbundenen Konsequenzen zu begegnen. Das Übereinkommen umfasst einen globalen Aktionsplan, der die Erderwärmung auf deutlich unter 2°C gegenüber vorindustriellen Werten begrenzen soll, um die Risiken des Klimawandels zu vermindern. Die weltweiten Treibhausgasemissionen sollen möglichst bald ihren Gipfel überschreiten, wobei den weniger entwickelten Ländern mehr Zeit eingeräumt wird und internationale Unterstützung für die Klimaanpassung zugesagt ist. 

       

      Beispiele für unseren Beitrag: 

       

      Next Generation Solutions (Handabdruck)

       

      48 Prozent unseres Umsatzes erwirtschaften wir bereits heute mit Produkten und Lösungen, die sich durch ein ausgeprägtes positives Nachhaltigkeitsprofil auszeichnen. Den Umsatzanteil mit diesen Next Generation Solutions wollen wir bis 2030 auf über 50 Prozent steigern.

       

      Next Generation Technologies (Fußabdruck)

       

      Evonik bekennt sich zu den Zielen des Pariser Klimaabkommens. Das unterstreichen wir mit unserer Verpflichtung zur Science Based Targets initiative (SBTi). Im Zeitraum 2021 – 2030 wollen wir unsere Scope-1- und -2-Emissionen um 25 Prozent senken. Bei unseren Scope-3-Emissionen haben wir uns zu einer Verringerung von 11,07 Prozent verpflichtet. Mit unseren von SBTi validierten Zielen entsprechen wir dem SBTi-Ambitionsniveau von „well below 2°C“.

      Evonik setzt langfristige Grünstromverträge (Power Purchase Agreements, PPA 1) mit verschiedenen Energieversorgern zur Umstellung auf grüne Energien ein. Damit werden wir zukünftig an unseren Standorten deutlich unabhängiger von fossilen Energieträgern. Mit diesen langfristigen Abnahmeverträgen sichern wir die Finanzierbarkeit und Realisierbarkeit der jeweiligen Projekte und leisten auf diesem Weg einen wichtigen Beitrag zum Vorankommen der Energiewende. Schwankungen in der Wind- und Solarenergieeinspeisung gleicht Evonik über ein eigenes Bilanzkreismanagement in Deutschland aus. Neben Grünstrom wächst für Evonik auch die Bedeutung von Biomethan als Ersatz für fossiles Erdgas. Zusätzlich führen wir Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz auf Basis unseres Projekts EAGER durch.

       

      Der 960 Megawatt (MW) große Offshore-Windparks He Dreiht hat im Jahr 2025 bereits erste grüne Strommengen ins Netz eingespeist. Über den Fotovoltaik-Standort Silberstedt beziehen wir seit September 2025 Grünstrom von Vattenfall. Ein zweiter Fotovoltaik-Standort in Schleswig-Holstein wird voraussichtlich im Jahr 2026 in Betrieb gehen. Aus den 2022 mit EnBW abgeschlossenen PPAs über insgesamt 150 MW erwarten wir mit planmäßiger Aufnahme des kommerziellen Betriebs im Jahr 2026 erste Grünstromlieferungen. Zusätzlich wird uns RWE ab 2028 jährlich rund 37,5 GWh Grünstrom aus dem Offshore-Windpark Kaskasi liefern. Im Berichtsjahr hat zudem Evonik Methionine Southeast Asia (EMSEA) mit dem Energieversorger Engie ein langfristiges PPA vereinbart. An unserem Produktionsstandort für Methionin in Singapur wird eine Fotovoltaik-Anlage errichtet, die ab dem ersten Quartal 2026 rund 2,7 GWh nachhaltige Energie pro Jahr für den Eigenverbrauch liefern soll.

       

      Seit Juli 2025 verwendet das Geschäftsgebiet Coating & Adhesive Resins von Evonik grüne Elektrizität für die Polybutadienproduktion in Marl. Zudem hat im Berichtsjahr das Geschäftsgebiet Crosslinkers die Produktion von Epoxid-Härtern vollständig auf Strom aus erneuerbaren Energien umgestellt. Dies führt in diesem Geschäftsgebiet zu einer Reduktion der Scope-1- und Scope-2-Emissionen um etwa ein Drittel pro Jahr. 

      Derzeit beziehen wir 48 Prozent unseres externen Stroms als Grünstrom.

       

       

      Unsere Ziele: 

       

      • Reduzierung Scope 1 und 2 um 25 Prozent im Zeitraum 2021 – 2030.
       
      • Reduzierung Scope 3 um 11,07 Prozent im Zeitraum 2021 – 2030.
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      Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen.

       

      Herausforderung:

       

      Wir Menschen bewohnen nur einen kleinen Teil der Erde und dass sie auch der blaue Planet genannt wird, ist kein Zufall – denn die Weltmeere bedecken mehr als zwei Drittel des Planeten. Damit bilden sie das größte Ökosystem der Welt. Wenn dieses System gestört wird, hat das Auswirkungen auf uns alle. Denn ohne die Ozeane hat auch das Leben an Land keine Chance. Die Ozeane versorgen uns mit Nahrung, Sauerstoff und regulieren das Klima, indem sie etwa ein Viertel der CO₂-Emissionen aufnehmen, die wir verursachen. Da die CO₂-Emissionen aber jahrzehntelang angestiegen sind, ist das Ökosystem Meer aus dem Gleichgewicht geraten. Der Klimawandel führt so zu einer Versauerung der Ozeane, die das Leben der Meeresbewohner bedroht. Auch Überfischung und die Verschmutzung der Meere zerstört diesen einzigartigen Lebensraum.

       

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          Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodenverschlechterung stoppen und umkehren und den Biodiversitätsverlust stoppen.

           

          Herausforderung:

           

          Wälder, Berge, Böden, Flüsse – sie sind Grundlage unseres Lebens und ein knappes Gut. Sie liefern uns Nahrung, sauberes Wasser, saubere Luft. Die Menschheit sollte so wirtschaften, dass diese lebenswichtigen Güter für kommende Generationen erhalten bleiben.

           

          2020 würden weltweit 337 Millionen Tonnen Fleisch erzeugt. Die ECD und FAO prognostizieren für den Zehnjahreszeitraum von 2019 bis 2029 ein Wachstum der globalen Fleischerzeugung von knapp 13 %. In der zurückliegenden Dekade waren es gut 12 %. Das bedeutet mehr Tierhaltung, mehr Futter, mehr Agrarfläche, Wasser- und Energieverbräuche. Langfristig geht deshalb kein Weg an einer Landwirtschaft vorbei, die ihre Produktivität bei verringertem Land- und Ressourcenverbrauch verbessert.

           

          Ökosystemdienstleistungen – darunter werden allen den Menschen Nutzen stiftenden Wirkungen ökologischer Systeme verstanden – können von der Natur nur langfristig erbracht werden, wenn die Funktionsfähigkeit der Ökosysteme erhalten bleibt. Ihre Funktionsfähigkeit ist eng mit der biologischen Vielfalt verknüpft. Durch Waldrodungen, Rohstoffabbau und den Klimawandel sind große Gebiete, wie beispielsweise der Regenwald im Amazonasgebiet in ihrer Artenvielfalt, ja sogar ihrer Existenz bedroht.

           

          Beispiele für unseren Beitrag:

           

          Biodiversität

           

          Wir sind uns bewusst, dass unsere Geschäfte Chancen und Risiken in Bezug auf die Biodiversität bergen. Dies umfasst den Verlust bzw. die Bewahrung der biologischen Vielfalt an Land und im Meer, einschließlich mikrobieller Organismen. Unterbrechungen von Lieferketten und den Stillstand unserer Produktion durch den Verlust von Biodiversität und geschädigte Ökosysteme gilt es zu vermeiden. Ausgangspunkte für unsere Beschäftigung mit der Biodiversität sind klassische Umweltthemen – wie Emissionen in Gewässer und die Luft sowie das verantwortungsvolle Wasser- und Abfallmanagement.

           

          In der Nachhaltigkeitsanalyse der Geschäfte adressieren wir folgende Aspekte der Biodiversität: Wasser, Eutrophierung, Versauerung, Landnutzung (land use), Verwendung nachwachsender Rohstoffe, Emissionen von kritischen und persistenten Chemikalien sowie Mikroplastik.

           

          Produkte und Lösungen von Evonik

           

          Eine schwindende Biodiversität wirkt sich ungünstig auf die Geschäftstätigkeit von Evonik aus. Gleichzeitig können unsere Geschäftsaktivitäten negative Effekte auf die biologische Vielfalt haben. Produkte und Lösungen von Evonik leisten aber auch Beiträge zum Erhalt der Biodiversität oder ermöglichen die Bewahrung von Lebensräumen.

           

          Wasserstoffperoxid (H2O2) und Peressigsäure werden als Active Oxygens (aktive Sauerstoffe) bezeichnet. Die beiden Multitalente besitzen reichlich Zukunftspotenzial. Ihre Qualitäten machen die Oxidationsmittel jedenfalls schon heute zu gefragten Peroxiden in Industrie und Landwirtschaft. Und zwar immer dann, wenn es darum geht, besonders umweltschonend, reinigend und desinfizierend zu wirken.

          Dabei haben diese Active Oxygens einen grünen „Handabdruck“: Denn sie ermöglichen es Unternehmen und Landwirten, ihre eigene Umweltbelastung zu verringern. Im Vergleich zu manchen chemischen Alternativen hinterlassen diese Substanzen keine bedenklichen Rückstände in der Umwelt.

          Das Geheimnis liegt in ihrer Zusammensetzung: Wasserstoffperoxid zum Beispiel besteht aus Wasserstoff (H2) und Sauerstoff (O2). Wird Wasserstoffperoxid eingesetzt, bleiben nach einer chemischen Reaktion nur Wasser (H2O) und Sauerstoff (O2) übrig – sonst nichts. Das macht diese von Natur aus umweltfreundliche Chemikalie so attraktiv. Dem steht Peressigsäure in nichts nach. Sie zerfällt neben Wasser und Sauerstoff in Essigsäure, die biologisch gut abbaubar ist.

           

          Im Bereich Healthcare bietet Evonik Produkte an, die eine Alternative zu tierisch basierten Stoffen für pharmazeutische Anwendungen darstellen und dadurch einen positiven Beitrag zu Zirkularität und Biodiversität leisten: PhytoChol® beispielsweise ist ein pflanzliches Cholesterol. Dieses ist ein essenzieller Bestandteil zur Herstellung von Lipid-Nanopartikeln und eine wichtige Technologie im Bereich Wirkstoffdarreichung. PhytoSquene® ist ein Squalen aus Amaranthöl. Damit bieten wir eine Alternative zur traditionellen Herstellung aus Haifischleberöl und leisten damit einen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt, da viele Haiarten aktuell gefährdet sind.

           

          Nachhaltige Palmölproduktion: Engagement mit WWF und Beiersdorf

           

          Evonik engagiert sich gemeinsam mit WWF Deutschland und Beiersdorf für nachhaltigen Palmölanbau in Malaysia und Indonesien. In der Region Tabin (Borneo) sollen bis 2026 rund 15.000 Hektar nach RSPO-Standard zertifiziert und ökologische Korridore zum Schutz bedrohter Arten wie Orang-Utans und Borneo-Elefanten geschaffen werden. Parallel unterstützte Evonik im Berichtsjahr ein weiteres Projekt in West-Kalimantan (Indonesien), bei dem 200 Kleinbauern auf 300 Hektar zertifiziert und in die Lieferkette eingebunden werden sollen. Angestrebt ist, dass die Kleinbauern einen direkten Marktzugang zu einer Palmölmühle erhalten. 

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          Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen.

           

          Herausforderung:

          Frieden, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit bedingen einander – ohne Frieden und Gerechtigkeit kann eine nachhaltige Entwicklung nicht stattfinden, ohne nachhaltige Entwicklung wird es Frieden und Gerechtigkeit nicht geben. Starke rechenschaftspflichtige Institutionen sind Garanten für Frieden und Gerechtigkeit. Bestechung und Korruption unterminieren nicht nur die Herrschaft des Gesetzes und der Menschenrechte, sie behindern das Wirtschaftswachstum, verhindern Investitionen in Bildung und Gesundheit, erschweren die Schaffung von Arbeitsplätzen und führen so letztlich zu sozialer Ungerechtigkeit.

          Besonders für Unternehmen und ihre Mitarbeiter sind starke Institutionen von großer Bedeutung. Sie sorgen für Rechtssicherheit, schützen das Eigentum der Unternehmen und garantieren die Rechte der Mitarbeiter.

           

          Beispiele für unseren Beitrag:

           

          • Evonik nimmt die eigene unternehmerische Verantwortung sehr ernst und verfügt über umfangreiche Selbstverpflichtungen, wie den Verhaltenskodex“, den „Verhaltenskodex für Lieferanten“, die„Global Social Policy“, die "Menschenrechtliche Grundsatzerklärung" und „Werte für Umwelt, Gesundheit, Sicherheit und Qualität“. Diese konzernweiten Grundlagen machen Evonik zu einem verlässlichen Geschäftspartner im internationalen Wirtschaftsverkehr.

           

          • Evonik ist Mitglied des UN Global Compact und hat sich verpflichtet, die dort festgelegten zehn Prinzipien zu Menschenrechten, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung zu achten und zu unterstützen.
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          Umsetzungsmittel stärken und die globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung wiederbeleben.

           

          Herausforderung:

           

          Um die Nachhaltigen Entwicklungsziele („Sustainable Development Goals“, SDGs) der Vereinten Nationen bis 2030 umzusetzen, bedarf es der engagierten Zusammenarbeit aller politischen und gesellschaftlichen Kräfte.

          Die Erreichung der SDGs übersteigt die Möglichkeiten einzelner Akteure bei weitem. Als Spezialchemieunternehmen steht Evonik in der Mitte zahlreicher Wertschöpfungsketten und nimmt damit die Rolle als „Enabler“ ein, der seinen Kunden neue Produkte und Lösungen für die Erreichung der Ziele ermöglicht. Daher wissen wir um den besonderen Stellenwert und das kreative Potenzial, die in strategischen Partnerschaften und einer engen Zusammenarbeit mit Kunden, Lieferanten, Wissenschaft und Brancheninitiativen liegen.

           

          Beispiele für unseren Beitrag:

           

          Zukunfsweisende Lösungen entstehen häufig durch das Zusammenwirken unterschiedlicher Fähig- und Fertigkeiten im Dialog. Daher suchen wir als Unternehmen regelmäßig den Dialog in unterschiedlichen Formaten mit unseren Stakeholdern. Wir wollen andere Perspektiven besser verstehen, zukunftsweisende Trends und Entwicklungen frühzeitig erkennen und in unternehmerischen Prozesse einbinden.

           

           

           
          • Gemeinsam mit Siemens Energy erforschen und testen wir an unserem Standort in Herne innovative Wasserstoff-Technologie im industriellen Umfeld. Aus grünem Strom soll grüner Wasserstoff erzeugt werden, mit dem ein wichtiger Rohstoff für Rotorblätter von Windkraftanlagen hergestellt wird.

           

          • Wie wir für unsere Standorte grünen Strom aus Windkraftanlagen beziehen und dadurch gleichzeitig einen Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energien leisten, zeigen wir anhand unserer Zusammenarbeit mit EnBW.

           

          • Mit BMW arbeiten wir zusammen in dem Konsortialprojekt Future Sustainable Car Materials. Gemeinsam haben wir das Ziel, Kunststoffkreisläufe zu schließen, und tragen damit zur Circular Economy bei.

           

          • Portfoliotransformationen gelingen bei unseren Kunden und bei uns nur auf Basis einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit. Gemeinsam mit Beiersdorf und auf deren Weg zu nachhaltigeren Körperpflegemitteln zeigen wir, wie wir gemeinsam Herausforderungen angehen und tragfähige Lösungen entwickeln.